Ein Zuhause für den Bierkrug

Vor der Segnung zeigte sich der Eslarner Pfarrer Erwin Bauer stolz auf das, was die "Landsleute" aus seiner Heimatstadt geschaffen haben. "Motor" Ludwig Berger (rechts) und Bürgermeister Heinz Weigl (Dritter von rechts) freuten sich über zahlreiche Gäste. Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
07.10.2016
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Er fasst 4718 Liter und steht im "Guinessbuch der Rekorde". Der größte Bierkrug der Welt reiste zum Bierfest nach Regensburg und zur Landesausstellung nach Aldersbach. Jetzt hat er auch seine Reise durch das Stadtgebiet von Oberviechtach beendet.

-Lukahammer. Der von der Dorfgemeinschaft Eigelsberg unter der Federführung von Ludwig Berger erbaute Krug (3,80 Meter hoch) wurde am 11. August 2002 zum ersten Mal befüllt. Mit 4718 Litern schaffte er den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde als der "größte Bierkrug der Welt". Eigentlich unverständlich, dass der Fremdenverkehrsort Oberviechtach dem Krug eine wahre Odyssee zumutete, bis ein fester Standort gefunden war. Doch nun hat der Holzkrug eine eigens für ihn gebaute Behausung und kann dort besichtigt werden. Wie Bürgermeister Heinz Weigl in seiner Rede nach der Segnung ausführte, sei dieser Platz bei der "Hammerschänke" in Lukahammer einfach ideal.

Lob für Motivation


Der Eslarner Pfarrer Erwin Bauer, ein gebürtiger Oberviechtacher, führte in dieser kleinen Feierstunde aus, dass er gerne die Segnung des neuen Aufenthaltsortes des Weltrekordkruges übernommen habe. Denn er sei auch ein wenig stolz darauf, was seine fleißigen "Landsleute" alles zuwege bringen. Wie der Priester weiter ausführte, sei es oft von der Idee bis zur Umsetzung ein langer Weg. Für die Verwirklichung müssten genügend und die richtigen Mitbürger gefunden werden. Doch Ludwig Berger verstehe es immer wieder meisterhaft, seine Dorfgemeinschaft zu neuen Taten zu motivieren. "Er geht bei allen Arbeiten voran und gibt nicht nach, bis ein Werk wie dieser prächtigen Weltrekordkrug geschaffen ist", lobte Pfarrer Bauer.

Zwar stehe in der Bibel mehr vom Wein als vom Bier geschrieben, doch bei der Segnung betete Pfarrer Erwin Bauer dafür, dass möglichst viele Menschen Freude an diesem Werk finden mögen und dass der Bierkrug bei seinen Reisen keinen Schaden nehme. Bürgermeister Heinz Weigl dankte den Bürgern - darunter vielen Eigelsbergern - die zu dieser kleinen Feierstunde gekommen waren.

Dank für Herberge


Sein Dank galt vor allem der Familie Brunner/Braun, dass sie dem Krug nun eine Herberge gegeben hat und es möglich mache, dass dieser von vielen Einheimischen und Urlaubsgästen besichtigt werden kann. Vielfach werde dies mit einer Einkehr in der "Hammerschänke" verbunden. "Schön wäre es, wenn der Bierkrug auch weiterhin das Interesse vieler findet", sagte Weigl abschließend.
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