Emil-Kemmer-Haus: Pächter-Suche offenbar auf der Zielgeraden
"Die Stadt braucht dieses Haus"

MdB Gisela Manderla überreicht Reinhold Malzer das KAS-Ehrenzeichen in Gold. Bild: frd
Vermischtes
Oberviechtach
07.08.2016
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Beim Rundgang durch das sanierte Soldatenheim (hier die moderne Küche) zeigte sich MdB Gisela Manderla (Zweite von rechts) höchst beeindruckt. Auf Einladung ihres Parlamentskollegen, MdB Karl Holmeier (Fünfter von rechts), verschaffte sich die Vorsitzende der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) vor Ort einen Eindruck. Bild: frd

Lichtdurchflutete Gasträume, eine topmoderne Küche - doch die Eröffnung des sanierten Soldatenheims lässt nach wie vor auf sich warten. Nun scheint bei der Suche nach einem künftigen Pächter langsam das Zielband in Sicht zu kommen.

Auf Einladung des CSU-Stimmkreisabgeordneten, MdB Karl Holmeier, war seine Parlamentskollegin Gisela Manderla (CDU) am Freitag in die Eisenbarthstadt gekommen. Die Vorsitzende der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS) wollte sich bei ihrem Besuch in erster Linie über den aktuellen Sachstand beim Soldatenheim (Emil-Kemmer-Haus) informieren.

Pächter in Aussicht


Zunächst fand im Offiziersheim der Grenzlandkaserne eine Gesprächsrunde mit den Mitgliedern des Kuratoriums Soldatenheim statt. Dazu hießen Oberstleutnant Henry Kunze, stellvertretender Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, und Bürgermeister Heinz Weigl die beiden Abgeordneten willkommen. KAS-Vorsitzende Gisela Manderla ließ sich dabei auf den aktuellen Stand bei der künftigen Verpachtung des Soldatenheims bringen. Mit in dieser Runde waren auch KAS-Regionalbetreuer Peter Hirmer, der stellvertretende Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Amberg, Oliver Pankow, sowie Altbürgermeister Wilfried Neuber.

Doch mit Details dazu, wer künftig die gastronomische Regie im Emil-Kemmer-Haus übernehmen wird, hielten sich die Verantwortlichen zurück. Es sei zwar ein möglicher Pächter in Aussicht, doch vor der endgültigen Vertragsunterzeichnung wollten sich die Mandatsträger noch nicht genauer dazu äußern. Im Anschluss wurde das sanierte Emil-Kemmer-Haus besichtigt. MdB Gisela Manderla war von der Einrichtung hellauf begeistert, besonders die großzügig und topmodern eingerichtete Küche, Details wie ein Wickelraum und die geschaffene Barrierefreiheit stießen seitens der Abgeordneten auf große Resonanz. "Wäre ich nicht Abgeordnete im Deutschen Bundestag würde ich dieses Haus am liebsten selbst pachten", bekannte sie. Es sei ein Muss, dass aus diesem Haus in absehbarer Zeit wieder eine Begegnungsstätte zwischen Soldaten und Zivilbevölkerung wird.

Neue Farbe für Fassade


In diese Worte stimmte auch Bürgermeister Heinz Weigl mit ein. "Oberviechtach braucht dieses schöne Haus", betonte er, um größere Veranstaltungen samt einer guten Bewirtung abhalten zu können. Damit das Soldatenheim künftig auch von außen noch einladender wirkt, soll die Fassade noch in diesem Herbst mit einem neuen Farbanstrich versehen werden.

Zum Abschluss dankte Abgeordnete und KAS-Vorsitzende Manderla allen, insbesondere ihrem Kollegen Karl Holmeier, die sich bisher um den Erhalt des Standortes und die Sanierung des Emil-Kemmer-Hauses verdient gemacht haben. Sie äußerte die Hoffnung, dass noch im Herbst diesen Jahres das Haus wieder eröffnet und dann sein 50-jähriges Bestehen endlich gefeiert werden kann.Ehrenzeichen für Reinhold MalzerBei ihrem Besuch zeichnete MdB Gisela Manderla, Vorsitzende der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung (KAS), Diplom-Ingenieur Reinhold Malzer besonders aus. Dieser habe sich seit Jahrzehnten für das Emil-Kemmer-Haus eingesetzt und schon bei der Errichtung von 1963 bis '66 als Bauleiter fungiert. Seit dieser Zeit sei ihm das Wohl der Einrichtung am Herzen gelegen. So war er 2002 Mitbegründer der "Zukunftswerkstatt Soldatenheim", und auch bei den Sanierungsarbeiten habe er planerisch mitgewirkt. Als führendes Kuratoriumsmitglied habe er über Jahrzehnte hinweg die Geschicke dieses Hauses mitbestimmt.

Für sein ehrenamtliches Engagement im Kuratorium Soldatenheim, seinen persönlichen Einsatz und seine Identifikation mit den Zielen der KAS überreichte Gisela Manderla das KAS-Ehrenzeichen in Gold an Reinhold Malzer.
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