Europatag am Gymnasium mit Referenten aus Politik und Wirtschaft
Gelpolitik, TTIP und Religionsfreiheit

Oberstudiendirektor Günter Jehl (rechts) dankte Reinhard Pfaffel, Leiter der Bundesbank-Filiale in Regensburg, für die Informationen zur gegenwärtigen Geldpolitik. Bild: lg
Vermischtes
Oberviechtach
12.05.2016
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Eine breite Palette europäischer Themen bekamen die Schüler des Ortenburg-Gymnasiums zum Europatag vorgesetzt. Dafür sorgten zwei namhafte Referenten aus Wirtschaft und Politik.

In einer gemeinsamen Veranstaltung der Fachschaften Geschichte/Sozialkunde sowie Wirtschaft/Recht am Ortenburg-Gymnasium referierten MdB Marianne Schieder bei den Jugendlichen der zehnten Jahrgangsstufe und Reinhard Pfaffel, Leiter der Filiale der Deutschen Bundesbank in Regensburg, bei den Schülern der elften Jahrgangsstufe.

Inflationsrate im Blick


Der Bankfachmann ging auf die gegenwärtige Geldpolitik ein, wobei die Europäische Zentralbank (EZB) die Preisniveaustabilität und damit verbunden eine Inflationsrate knapp unter zwei Prozent favorisiert. Reinhard Pfaffel bezog die Schüler mit Fragestellungen in den Vortrag ein. Zur Erreichung ihres Zieles habe die EZB zwei Möglichkeiten: die Zinspolitik mit Beeinflussung der Kredit- und Sparzinsen sowie die Liquiditätspolitik mit Beeinflussung der Geldmenge. Zu Letzterem kaufe die EZB jeden Monat Staatsanleihen und andere Wertpapiere und bringt auf diese Weise mehr Geld in Umlauf, um der gegenwärtig zu niedrigen Inflationsrate entgegenzuwirken.

Freihandel mit zwei Seiten


MdB Marianne Schieder, die eingangs auch Einblicke in die Arbeit als Parlamentarierin gab, setzte sich mit europäischen Themen der Politik auseinander. Das zur Zeit diskutierte Freihandelsabkommen TTIP sieht sie ambivalent. Im Hinblick auf die Automobilindustrie werde es positiv bewertet, hinsichtlich europäischer Standards und der Souveränität in der Gesetzgebung äußerte sie aber Bedenken.

Bei der gegenwärtigen Diskussion um den Islam brach die Bundestagsabgeordnete eine Lanze für die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit. Bei der Flüchtlingsfrage spiele die Integration eine wichtige Rolle. In der Sprachförderung und in Integrationsklassen sieht die Bundespolitikerin einen wichtigen Weg. Am Schluss stellte sie die Bedeutung der EU für Frieden, Freiheit und Demokratie heraus.
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