Festspielverein mit Neuinszenierung von "Doktor Eisenbarth" zufrieden
Lorbeeren fürs Neuland

Michael Trapp, Lisamarie Berger, Dr. Reiner Reisinger, Johannes Krämer, Florian Waldherr und Ludwig Berger jun. (von links) gehören zu den langjährigen Mitgliedern des Festspielvereins, die sich bei der Jahresbilanz für ihre Treue eine Urkunde abholen konnten. Mit im Bild: Kassier Johann Ferstl (Zweiter von links). Bild: bgl
Vermischtes
Oberviechtach
02.08.2016
102
0

Aufs Kulissenschieben konnte der Festspielverein heuer getrost verzichten. Denn mit dem Tross von Doktor Eisenbarth wechselten auch die Zuschauer den Schauplatz. Wie das beim Publikum aufgenommen wurde, war Thema bei der Jahresbilanz.

"Wir haben damit absolutes Neuland betreten, es war ein Probelauf", erklärte der Vorsitzende Dr. Reiner Reisinger bei der Jahreshauptversammlung. Das Stück für die Neuinszenierung verfassten hauptsächlich Regisseur Michael Eckl und Dr. Florian Waldherr. Auch Dr. Reiner Reisinger und Martin Zimmermann waren an der neuen Variante der Gesichte von Doktor Eisenbarth beteiligt.

Viele Termine bewältigt


Vorsitzender Dr. Reisinger ging auf das abgelaufene Festspieljahr ein und listete neben Proben und Aufführungen weitere Aktivitäten auf, darunter die Teilnahme am Neujahrsempfang der Bundeswehr im Kostüm und am Theatertag im Freilandmuseum Neusath-Perschen. Auch beim Mittelalterlichen Markt in der Patenstadt Nabburg war eine Delegation des Festspielvereins vertreten.

Vorausschauend auf die Theatersaison 2016/17 kündigte der Vorsitzende für 6. August einen von Tobias Ehrenfried organisierten Gegenbesuch bei Bischof Walter Mixa an. Für 2. bis 4. September ist eine Fahrt in die Eisenbarthstadt Hann. Münden geplant. "Ich war positiv überrascht", meinte Bürgermeister Heinz Weigl zu der Neuinszenierung des Eisenbarth-Stoffs, "nur das Markttreiben fehlte". Er bedankte sich vor allem für die enorme Arbeit bei der neuen Fassung und war sich sicher, dass auch für das kommende Festspieljahr die Weichen wieder gut gestellt werden.

Er würdigte in diesem Zusammenhang auch die Leistung des Vorsitzenden und seines Stellvertreters, Martin Zimmermann. Trotz der beruflichen Belastung hätten sie dem Festspiel ihre Aufmerksamkeit geschenkt. Jetzt gehe es darum, für welche Version sich der Vorstand entscheidet: ob 2017 das Festspiel in seiner früheren Form oder in der Neuinszenierung aufgeführt wird.

Weigl versprach, dass er und sicher auch der Stadtrat auch in Zukunft hinter dem Festspiel stehen. Regisseur Michael Eckl zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem komplett neu aufgestellten Stück. "Eisenbarth erleben", das war seiner Meinung nach ein "Publikumsreißer".

Treue Mitwirkende geehrt


"Dabei spielt auch die Länge des Stücks eine Rolle, es darf nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz werden", gab er zu bedenken. Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung standen auch noch Ehrungen auf der Tagesordnung. Mit dem Bronzenen Auge (für fünf Jahre) wurde Michael Trapp geehrt, mit Silber (für 10 Jahre ununterbrochener Teilnahme) wurden Florian Waldherr, Ludwig Berger jun. und Lisamarie Berger ausgezeichnet. Gold erhielt Johannes Krämer.

Bilanz in neuer FormNicht nur bei den Aufführungen, auch bei der Jahresbilanz wählte der Festspielverein heuer eine neue Form. Die Versammlung sollte gleichzeitig die Darsteller für ihre Mühen entschädigen.

Und so gab es zum Mittagessen unter freiem Himmel am Marktweiher leckere Spezialitäten vom Grill. Was fehlte, war allerdings ein Schirmherr: Er ist bekanntlich für das Wetter zuständig, und so geschah es, dass - kaum dass der Gasgrill angeheizt war - der Himmel seine Schleusen öffnete. Die hungrigen Vereinsmitglieder suchten nach einem Unterschlupf und setzten schließlich im "MP 12" ihre Tagesordnung fort. Die gegrillten Happen wurden dann eben später im Pfarrgarten verspeist. (bgl)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.