Festwirt und Schausteller wollen Volksfest neu aufleben lassen
Volksfest wird neu belebt

Wenn alles nach Plan läuft, kann es heuer im Sommer beim Volksfest wieder rund gehen. Bild: frd
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Oberviechtach
13.01.2016
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Möglicherweise wird es heuer nach längerer Pause in Oberviechtach wieder ein Volksfest geben. Bürgermeister Heinz Weigl berichtete in der Stadtratssitzung am Dienstagabend von einer diesbezüglichen Anfrage. Demnach haben sich der Festzeltbetrieb Daniel Feuerer aus Teublitz und der Schaustellerbetrieb Willi Schneider aus Mainburg dafür beworben, "auf eigene Faust" in Oberviechtach ein Volksfest abzuhalten.

Die beiden Bewerber, so der Bürgermeister weiter, könnten sich auch vorstellen, einen einheimischen Verein mit einzubinden. Sie hätten auch versichert, auf örtliche Termine Rücksicht zu nehmen. Erste Planungen gehen von vier Tagen (Freitag bis Montag) im Juli 2016 aus. "Wir sollten es einmal ausprobieren", empfahl Weigl dem Stadtrat und schlug vor, den Festplatz an der B 22 dafür kostenlos zur Verfügung zu stellen. Allerdings müssten vom Veranstalter die Kosten für Strom, Wasser, Kanal usw. übernommen werden und es sollte auch darauf geachtet werden, dass ortsansässige Betriebe mit eingebunden werden. Seitens des Stadtrates gab es dazu keine gegenteiligen Äußerungen.

Einstimmig votierte der Stadtrat auch zum Abschluss einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Landkreis in Sachen Breitbanderschließung. Weigl blendete auf das neu aufgelegte Bundesprogramm, das Versorgungslücken abdecken soll, die durch die bisherigen Förderprogramme bislang noch offen blieben. Der Bürgermeister lobte in diesem Zusammenhang die initiative von Landrat Thomas Ebeling, die entsprechenden Maßnahmen für alle Kommunen des Landkreises über das Landratsamt zu koordinieren. Die Frage von Stadtrat Tobias Ehrenfried, ob damit weiße Flecken wie Antelsdorf oder Dietersdorf erschlossen werden könnten, bejahte Weigl.

Einen längeren Diskussionsbedarf gab es zum Thema "Neufassung der RZWas" - den Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben. Bürgermeister Heinz Weigl hatte das Thema aufgrund eines Schreibens des Bayerischen Gemeindetages auf die Tagesordnung gesetzt, der sich für eine bessere Förderausstattung stark macht. "So wie es geplant ist, ist das Ganze nicht in Ordnung, bezog sich der geschäftsleitende Beamte Wolfgang Ruhland im Sachvortrag auf die neue RZWas und sprach sich für bessere Fördersätze und Änderungen in der Härtefallregelung bei der Sanierung von Wasserleitungen und Abwasserkanälen aus, weil ansonsten die Bürger zu sehr belastet würden.

CSU-Fraktionsvorsitzender Stefan Schwander erkundigte sich nach anstehenden Maßnahmen und der Belastung der Bürger. Ruhland entgegnete, dass der Kanalkataster noch in Arbeit sei und erst dann der Bedarf, die Kosten und die Belastung der Bürger beziffert werden können. Stadtrat Alexander Flierl - der in seiner Eigenschaft als Landtagsabgeordneter intensiv mit dieser Materie beschäftigt ist - konnte sich der "pauschalen Kritik des Bayerischen Gemeindetages" nicht anschließen. Er machte deutlich, dass in der Vergangenheit mit hohen Staatsmitteln die Ersterschließung mit Wasser und Kanal gefördert wurde. Jetzt gehe es darum, mit der neuen RZWas die Förderrichtlinien so zu ändern, dass die geschaffenen Anlagewerte auch erhalten werden können.

An Hand von vielen Details und Zahlen zeigte Flierl auf, dass die neuen Richtlinien mit der Härtefallregelung und den inzwischen deutlich aufgestockten Fördermitteln so ausgelegt seien, dass sie vor allem auch die Anforderungen des Ländlichen Raums (großes Netz, vergleichsweise wenig Nutzer) berücksichtigen. Er bat in diesem Zusammenhang seine Unterstützung auch auf dem "kurzen Dienstweg" an.
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