Feuerwehr Pullenried
Fast aussichtslose Spalterei

Nach den gelösten Aufgaben stießen alle Beteiligten mit der Pullenrieder Feuerwehr auf ein gutes Gelingen des gemeinsamen Festes an. Bilder: frd (2)
Vermischtes
Oberviechtach
06.10.2016
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Die Pullenrieder Feuerwehr musste ganz schön lange in Bittsteller-Haltung ausharren. Und die Führungskräfte wurden keineswegs gleich erhört, als sie den Langauer Kollegen die Ehrenpatenschaft beim 140-Jährigen antrugen.

Oberviechtach-Mitterlangau. Mit Bürgermeister Heinz Weigl und Rudolf Fuchs hat die Feuerwehr Pullenried für die Feier ihres 140-jährigen Bestehens bereits einen Schirmherrn und einen Ehrenschirmherrn. Die Wildeppenrieder Feuerwehr ist Ehrenpate, und diese Ehre ist nun auch der Langauer Feuerwehr zuteil geworden. Das große Fest ist für 9. bis 12. Juni 2017 geplant.

Zugang verwehrt


Pünktlich um 18 Uhr marschierte am Sonntagabend die große "Werbeabordnung" der Pullenrieder Feuerwehr mit Musik in Langau ein. Schon kurz nach dem Ortseingang wurde der Weitermarsch von zwei Damen mit einem Band verwehrt. Der Vorsitzende der Langauer Wehr, Markus Scheuerer, wollte sich das Anliegen der Pullenrieder erst einmal anhören und keine übereilte Entscheidung treffen. Um zu beweisen, dass sie ihr Anliegen auch ernst meinen, mussten die Feuerwehrführungskräfte Franz Balk und Michael Wolf erst einmal auf Holzscheiteln knien und den Ausgang der Beratungen der Langauer Wehr abwarten. Die ließen sich mächtig viel Zeit und erwogen sogar, noch eine ausführliche "Beratungssitzung" einzuberufen. Doch da die beide Wehren schon seit einigen Jahren ein gute Freundschaft verbindet, sahen sie davon ab.

"Sturmschäden"


Ganz so leicht wollten sie es den Pullenriedern dann doch nicht machen. Noch eine Aufgabe galt es zu meistern: Die Bittsteller sollten erst einmal den von einem "Sturm" mit einer Ladung Holz zugeschütteten Weg freimachen. Dann wartete eine größere Herausforderung: Ein knorriger Stamm lag quer über die Straße und sollte mit Hilfe eines kleinen Keils und eines nicht mehr ganz einsatzbereiten Mini-Hammers gespalten werden.

Als die Sache schon aussichtslos schien und der kleine Keil im Holz verschwunden war, nahte Hilfe: In der Dorfkapelle fanden die Pullenrieder Wehrmänner einen großen Metallkeil und einen Vorschlaghammer, mit dessen Hilfe sie nach Schwerstarbeit das Holz spalten konnten.

"Aufgaben bestanden", hieß es dann seitens der Langauer Wehr. Sie sagte die Übernahme des Amtes zu und versprach, beim Jubiläumsfest im nächsten Jahr ein guter Ehrenpate zu sein. Die Zusage konnte dann mit Speis und Trank gemeinsam gefeiert werden. Allerdings steht noch immer die Frage offen, wer dann Patenverein beim Jubiläumsfest wird. Eine Klärung wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.
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