Feuerwehr Pullenried hat einiges vor
Jubiläum und neues Fahrzeug

Die Feuerwehr Pullenried wird voraussichtlich mit zwei Atemschutzgeräten ausgestattet, welche mit jeweils drei Mann besetzt werden müssen.
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Oberviechtach
15.01.2016
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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Bei der Feuerwehr Pullenried sind dies das Gründungsjubiläum in 2017 und technische Änderungen bezüglich einer verbesserten Ausrüstung der Wehr. Diese stellten Bürgermeister Heinz Weigl und Kreisbrandinspektor Richard Fleck jedenfalls in Aussicht.

-Pullenried. Vorsitzender Franz Balk freute sich über viele anwesende Mitglieder und eröffnete die Jahreshauptversammlung im Gasthaus Dobmeier. Kassier Peter Lang informierte bei seinem Kassenbericht, dass er sich nach 38 Jahren im Amt nicht mehr zur Wahl stellen werde. Ein Nachfolger wurde mit Christian Hechtl gefunden.

Garagenbrand


Kommandant Michael Wolf blickte auf einige Einsätze zurück. Diese waren sehr unterschiedlich, denn neben einem Garagenbrand war die Wehr auch bei einem Verkehrsunfall oder bei einem Einsatz in einem Wohnhaus, aus dem eine Person geborgen werden musste, gefordert. Er erklärte die Funktion der Integrierten Leitstelle (ILS), welche zukünftig die Einsätze der Wehren koordiniert. Die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos werde aufgrund neuer Brandschutzbestimmungen in absehbarer Zeit erforderlich. Sollte dies bis zum Jubiläumsfest in 2017 möglich sein, finde gleichzeitig die Einweihung des Fahrzeuges statt.

48-Stunden-Übung


Der lange diskutierte Digitalfunk werde schon in diesem Frühjahr Einzug halten, wobei Wolf alle Aktiven beruhigte, denn der Umgang mit diesen Geräten sei keine "Hexerei", zumal entsprechende Schulungen stattfinden werden. Er lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt Oberviechtach, die bei Anschaffungen jeglicher Art immer ein offenes Ohr habe.

Jugendwart Matthias Balk berichtete von mehreren Aktivitäten seiner inzwischen 13 Jugendlichen. So waren bei drei Übungen verschiedene Aufgaben zu lösen. Bei der Jugendolympiade erreichte der Nachwuchs den fünften Platz. Bei einer 48-Stunden-Übung, bei welcher der Einsatz bei Großbränden oder einem Verkehrsunfall gelehrt wurde, zeigten insgesamt 58 Teilnehmer (auch aus benachbarten Wehren) gute Ergebnisse. Da Matthias Balk aus beruflichen Gründen diese Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, wird in nächster Zeit ein Nachfolger gesucht. Vorsitzender Franz Balk zählte in seinem Rückblick verschiedene Veranstaltungen auf, bei der die Pullenrieder "Flagge zeigten", so in Wildeppenried beim Florianstag, beim Jubiläum in Oberviechtach und natürlich bei den eigenen Veranstaltungen wie Faschingaktivitäten oder bei den kirchlichen Feiern. Für das Gründungsfest habe sich bereits ein Festausschuss gefunden. Bürgermeister Heinz Weigl dankte dem langjährigen Kassier Peter Lang sowie Jugendwart Matthias Balk für ihre stets zuverlässige Arbeit. Er versprach die Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges. Das aktuelle Fahrzeug sei mit 26 Jahren nicht nur ins Alter gekommen ist, es entspreche auch nicht mehr den Anforderungen. Allerdings sei hier die Zustimmung des Stadtrates erforderlich, wovon er aber ausgehe.

Die Feuerwehr Pullenried wird voraussichtlich mit zwei Atemschutzgeräten ausgestattet, welche mit jeweils drei Mann besetzt werden müssen.Kreisbrandinspektor Richard Fleck

Atemschutzträger


Nachdem er den Verantwortlichen für ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt hatte, erläuterte KPI Richard Fleck die Themen Digitalfunk und Atemschutz. Pullenried werde voraussichtlich mit zwei Atemschutzgeräten ausgestattet, welche mit jeweils drei Mann besetzt werden müssen. Eine Ausbildung wird nach der Einführung der Geräte folgen. Fleck betonte die Wichtigkeit von Rauchmeldern in Wohnungen, die bereits ab 2017 Pflicht werden. Diese können unter Umständen Leben retten. Er lobte abschließend die gute Jugendarbeit der Pullenrieder Feuerwehr.

Bei der kurzen Diskussion zum Ende der Versammlung wurde betont, dass vor dem Verbrennen von Sträuchern oder Stroh eine Genehmigung bei der Gemeinde einzuholen sei. Sollte diese nicht vorliegen und es zu einem unnötigen Feuerwehreinsatz kommen, könne dies für den Betroffenen sehr teuer werden.
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