Früh gegen Dickmacher

Referentin Christina Betz weiß was Kinder brauchen und zeigte ihren Zuhörern, wie groß die altersgerechten Portionen sein sollten. Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
04.10.2016
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"Unser Kinder brauchen alle für sie notwendigen Nährstoffe, um gesund groß werden zu können." Zitat: Christina Betz, hauswirtschaftliche Betriebsleiterin

Gesundes Essverhalten beginnt im Kleinkinderalter. Wer da schon zu viele und die falschen Beilagen futtert, hat später schlechte Karten. Ein Seminar über Ernährung versprach die richtige Weichenstellung.

Viel Beifall von knapp 20 Teilnehmerinnen erhielt die Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin Christina Betz. Die gebürtige Oberviechtacherin hatte in den Räumen des Obst- und Gartenbauvereins Oberviechtach viele Tipps geliefert, die Köche für ihre Schützlinge auf dem Weg zu einem gesunden Essverhalten beachten sollten.

Maßvoll essen und bewegen


An diesem Kurzseminar nahmen viele interessierte Mütter, aber auch Großeltern teil. Es stellte sich heraus, dass die meisten von ihnen Kleinkinder im Alter von ein bis vier Jahren daheim haben, entsprechend stimmte die Referentin ihren Vortrag darauf ab. Das Vorwort dazu hatte der Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Helmut Brunner, beigesteuert. In einem Prospekt mit Tipps für Eltern weist er darauf hin, dass in Bayern die richtige und maßvolle Ernährung für Kleinkinder in Verbindung mit mehr Bewegung im Alltag immer wichtiger wird. Seminare, Broschüren und Rezepte könnten als gute Orientierungshilfen dienen, umgesetzt werden müsse das Ganze aber dann letztendlich in den Familien.

Schwerpunkt bei diesem Seminar in Oberviechtach war das Mittagessen. Christina Betz machte deutlich, dass Kleinkinder neben den drei Hauptmahlzeiten noch zwei möglichst klein gehaltene Zwischenmahlzeiten mit Obst oder Milchprodukten erhalten sollten. Das sei sinnvoll, "damit bei den Kinder kein allzu großer Hunger aufkommt". So seien die Kinder auch mit weniger üppigen Hauptmahlzeiten gut gesättigt und zufrieden. In dem jährlichen "Ernährungsbericht" werde immer wieder festgestellt, dass die Kleinkinder zu viel Süßes, aber zu wenig pflanzliche Nährstoffe auf den Teller bekommen.

Auch das Umfeld - Werbung im Fernsehen, Essverhalten der Geschwister und Eltern - habe großen Einfluss darauf, was die Kinder gerne oder auch nicht so gerne essen. Über der gesamten Ernährung der Kinder müsse der Grundsatz stehen: "Unsere Kinder brauchen alle für sie nötigen Nährstoffe, um gesund groß werden zu können."

Tatsache sei, dass jedes Kind von Geburt an, ein unterschiedliches Essverhalten an den Tag legt. Den Erwachsenen komme die Aufgabe zu, dieses Verhalten des Kindes in die richtigen Bahnen zu lenken. Mit Seminaren Broschüren und Rezepten wolle man dabei eine Hilfestellung geben. Dann servierte Betz Beispiele dafür, wie groß Portionen für Ein- bis Vierjährige ausfallen sollen. Beilagen wie Nudeln, Reis oder Kartoffeln sollten demnach auf 80 Gramm beschränkt sein. Wie viel das ist, demonstrierte Betz auf dem Teller.

Ratschläge umsetzen


Im Laufe dieses Abends entwickelte sich ein reger Dialog zwischen der Referentin und den Seminarteilnehmern. Die Eltern und Großeltern verließen das Seminar mit der Erkenntnis, nun einiges mehr über die richtige Ernährung ihrer Kleinkinder zu wissen, was daheim nun in die Tat umgesetzt werden muss.

Unser Kinder brauchen alle für sie notwendigen Nährstoffe, um gesund groß werden zu können.Christina Betz, hauswirtschaftliche Betriebsleiterin
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