Gebietstreffen der Landfrauen
Ändern statt ärgern

Kreisbäuerin Barbara Hanauer (von rechts) freute sich, dass nicht nur 90 Landfrauen zum Gebietstreffen gekommen sind, sie begrüßte dazu auch Referentin Erna Amann aus Kelheim, Tanja Fischer von der BBV-Geschäftsstelle Schwandorf, Ortsbäuerin Barbara Ruhland und Mathilde Schießlbauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nabburg. Bilder: Portner (2)
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Oberviechtach
27.11.2016
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Erna Amann verstand es, die Landfrauen mit viel Humor zu unterhalten und dabei Denkanstöße zu geben. Sie beantwortete auch die Frage: "Was machen lebensfrohe Menschen anders?"

Bin ich ein positiver oder ein negativer Mensch? Kreisbäuerin Erna Amann aus Kelheim hatte beim Gebietstreffen der Landfrauen viele Tipps parat, die mehr Lebensfreude versprechen. "Ändern statt ärgern", lautete ihre Devise.

90 Frauen aus dem Altlandkreis Oberviechtach trafen sich am Freitag zur Gebietsveranstaltung des Bildungswerks im Bayerischen Bauernverband (BBV) in der "Hammerschänke" in Lukahammer. Zunächst stand das "Landfrauen-Frühstück" auf der Tagesordnung. Das von der Wirtsfamilie Brunner/Braun vorbereitete Büfett ließ keine Wünsche offen.

Kreisbäuerin Barbara Hanauer begrüßte Referentin Erna Amann aus Kelheim, die Pirkhofer Ortsbäuerin Barbara Ruhland, Mathilde Schießlbauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Nabburg sowie Tanja Fischer, Mitarbeiterin in der BBV-Geschäftsstelle Schwandorf. Mathilde Schießlbauer informierte über Aktuelles (siehe Kasten) von der Landwirtschaftsschule Nabburg, Abteilung Hauswirtschaft. "Von einer Grundausbildung in der Hauswirtschaft profitiert man immer, egal in welchen Beruf man dann reingeht", stellte die Kreisbäuerin dazu fest. Außerdem fördere dies die Lebenskompetenz der Familie.

Lebensfreude gewinnen


Nun war Referentin Erna Amann, Kreisbäuerin aus Kelheim, an der Reihe. Ihr Vortrag: "Lebenslust statt Alltagsfrust" war humorvoll und unterhaltsam aufgebaut, regte aber auch zum Nachdenken über eine optimistische Lebenshaltung an. "Lebensfreude genießt jeder gerne, aber warum gelingt sie uns so selten?", stellte sie als Frage in den Raum und erklärte, was lebensfrohe Menschen anders als andere machen. Sie gab Tipps, damit jeder zu Hause selber erforschen könne, "was zieht mich runter und was baut mich wieder auf". Vorneweg stellte sie klar: "Sie müssen selber etwas tun, um eine optimistische Grundhaltung zu erreichen!" Ihr Rat: Die kleinen Freuden genießen. Es sei nicht gut, den negativen Erlebnissen mehr Aufmerksamkeit als den positiven zu widmen.

Komfortzone verlassen


In einem Sketch mit Frau "Hättichdoch" zeigte sie auf, dass zwischen Lust und Frust das Wort "ower" (aber) als Bremse im Leben wirkt. "Treffen Sie ihre eigenen Entscheidungen für das Leben, das Sie sich wünschen", appellierte die Referentin zu mehr Mut bei Entscheidungen. Einmal die persönliche Komfortzone verlassen und Neuland betreten: "Es war schon immer so", dies sei heutzutage überholt. Erna Amann führte noch weitere Punkte aus, wie "Erfolg bringt Zufriedenheit" oder "Vergleich schafft Unzufriedenheit".

Aktuelles zur "Hauswirtschaft"Mathilde Schießlbauer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schwandorf informierte über Aktuelles aus der Abteilung 2 (Bildung und Beratung). Die Bildungsberaterin warb für den Ausbildungsberuf "Hauswirtschafterin" und betonte, dass der Bedarf an hauswirtschaftlichen Fachkräften vorhanden und steigend sei.

Landwirtschaftsschule Nabburg/Abteilung Hauswirtschaft (Teilzeitschule)

Der einsemestrige Studiengang 2014/2016 endete am 13. Mai 2016 mit 19 Studierenden. Diese konnten erstmals den Abschluss "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung" erwerben. Am 20. September startete ein neuer Studiengang Hauswirtschaft mit 20 Teilnehmern.

Ausbildung für Berufe in der Hauswirtschaft

Die Abschlussprüfung zur Hauswirtschafterin legten 61 Teilnehmer ab, davon 22 aus dem Landkreis. Diese hatten zuvor die Berufsfachschule in Oberviechtach (5) oder die Teilzeitschule in Nabburg (17) besucht. Es gab jedoch keine Teilnehmerin mit dualer Ausbildung.

Die Abschlussprüfung zum Dienstleistungshelfer (künftige Bezeichnung: Fachpraktiker Hauswirtschaft) streben derzeit 17 Auszubildende an. Der Vorbereitungslehrgang zur Meisterprüfung in der Hauswirtschaft am AELF Nabburg endet im Frühjahr 2017. Veranstaltungen für Eltern, Großeltern und Betreuer von Kindern bis 3 Jahre: www.aelf-sd.bayern.de/ernaehrung/familie (mit Online-Anmeldung).
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