Gesundheitsverein zeigt Flagge für das Krankenhaus
Zukunft der ärztlichen Versorgung im Visier

Professor Dr. med. Oskar A. Schmid (rechts) demonstriert MdL Alexander Flierl beim "Tag der offenen Tür" die genaue Sicht ins Gelenk mittels Arthroskop. Bild: bgl
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Oberviechtach
30.12.2015
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Der Gesundheitsverein zeigt Flagge. Unter diesem Motto präsentierte sich der Nachfolgeverein des Krankenhaus-Fördervereins beim "Tag der offenen Tür" in der Asklepios-Klinik. Nun zogen die Mitglieder eine Bilanz für 2015.

Der Vorsitzende, Dr. Oskar A. Schmid, richtete gleich zu Beginn einen Blick zurück auf die Höhepunkte des Berichtsjahres. Diese begannen am 24. März mit der Vorführung des vom Verein angeschafften Defibrillators (Defi). Am 21. April stand der Vortragsabend mit dem Thema "Wenn der Rücken schmerzt" auf dem Programm.

Runder Tisch


Mehr als 300 Vitamin-Mixgetränke wurden kostenlos am vereinseigenen Infostand beim "Tag der offenen Tür" des Asklepios-Krankenhauses ausgegeben. Als Gesprächsteilnehmer beim "Runden Tisch" war der Vorsitzende des Vereins ebenfalls beteiligt. Dabei bekannte sich der Asklepios-Konzern im Beisein von Landrat Thomas Ebeling zum Krankenhausstandort Oberviechtach.

Vorausschauend gab der Vorsitzende bekannt, dass am 26. Januar, um 19 Uhr, ein Vortrag in der Asklepiosklinik Oberviechtach stattfindet, der über die Zukunft der ärztlichen Versorgung in der Region Oberviechtach informiert. Referenten sind der Vorsitzende des Bayerischen Facharztverbands Dr. W. Bärtl, Allgemeinarzt Dr. Adolf Ried und Dr. Oskar A. Schmid als Vorsitzender des Gesundheitsvereins.

Weitere Themen im Jahresprogramm 2016 betreffen die Beteiligung am geplanten "Tag der offenen Tür" der Asklepios-Klinik und Gesundheitsvorträge zu unterschiedlichen Themen im März und Juli. Im November ist die Jahreshauptversammlung mit Neuwahl terminiert. Kassier Wolf-Dieter Brenner wies darauf hin, dass nach dem Willen der Vorstandschaft zum wiederholten Male kein Mitgliedsbeitrag von den 832 Mitgliedern eingezogen wurde.

Der Vorsitzende informierte über die Absicht, zur Anschaffung eines Reanimationsgeräts (für die Wiederbelebungstherapie vom Typ Lucas TM 2 für First-Responder) mit der Feuerwehr Oberviechtach und dem BRK-Rettungsdienst Gespräche zu führen. Für das vom Verein erworbene "Defi" wird noch ein passender, rund um die Uhr öffentlich zugänglicher Standort gesucht. Die Schönseer Bürgermeisterin Birgit Höcherl machte sich dafür stark, in die Standortsuche auch die Stadt Schönsee mit einzubeziehen. Dritter Bürgermeister Hans Hösl aus Oberviechtach fragte nach, wie es mit der Verteilung der Notfallpatienten steht.

"Das funktioniert ganz gut", antwortete Dr. Schmid. In der Regel werden gut 50 Prozent der Patienten nach Oberviechtach eingeliefert und wenn nötig, zur Weiterverlegung entsprechend stabilisiert, so die Statistik. Hierzu wurden auch schon Gespräche mit den Notärzten geführt.

Schneller Einsatz


Entscheidend bei der Defibrillation ist der frühestmögliche Einsatz, da die durch das Kammerflimmern hervorgerufene Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, binnen kurzer Zeit zu massiven neurologischen Defiziten führen kann. Bei einem Herzkreislaufstillstand sinkt pro Minute die Überlebenschance des Patienten um zehn Prozent. Nach rund drei bis vier Minuten kommt es zu den ersten unwiederbringlichen Gehirnschädigungen. Daher werden auch im öffentlichen Raum immer mehr automatisierte Defibrillatoren platziert, welche von Laien auf einfache Art bedienbar sind.

Im Oberviechtacher Raum stehen zur Zeit derartige Geräte in der Sparkasse und in der Raiffeisenbank, sowie während der Badesaison im Freibad (ansonsten im Rathaus-Foyer) zur Verfügung.
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