Grenzverkehr rollt bald wieder

Kurz nach Mitterlangau wühlen sich derzeit die Bagger durch den Straßenkörper. Wenn es die Witterung zulässt, wird das 600 Meter lange Teilstück der Kreisstraße SAD 45 im November asphaltiert und damit für die Wintermonate befahrbar gemacht. Bild: Portner
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Oberviechtach
30.10.2016
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Umleitung auf dem Weg zum Nachbarland: Noch bis Herbst 2017 zieht sich der Ausbau der Kreisstraße SAD 45 zwischen Mitter- und Oberlangau hin. Trotzdem gibt es eine gute Meldung für die Autofahrer.

Oberviechtach-Mitterlangau. Die Kreisstraße SAD 45 stellt für viele Landkreisbürger die kürzeste Verbindung zum Grenzübergang Tillyschanz/Eslarn bzw. Waidhaus dar. Der Verkehr in Richtung Tschechien nahm seit der Grenzöffnung massiv zu. Die Kreisstraße war dafür nicht ausgerichtet und so traten vermehrt Schäden am Oberbau auf.

Sperrung seit August


Schon 2009 baute der Landkreis für knapp eine Million Euro die Kreisstraße von Unterlangau nach Mitterlangau auf einer Länge von fast zwei Kilometern aus. Auch die einspurige Befahrbarkeit der Murachbrücke gehört seitdem der Vergangenheit an. 2010 folgten dann die restlichen 800 Meter bis in die Ortsmitte von Mitterlangau, wobei auch die Kurve an der Abzweigung nach Schönsee entschärft wurde.

Am 1. August 2016 rückten die Bagger dann erneut an. Bei der 1600 Meter langen Kreisstraße zwischen Mitter- und Oberlangau erfolgt derzeit der Neubau mit Verbreiterung und Verstärkung. Der Landkreis hat dafür zwei Jahre vorgesehen; bauausführende Firma ist die Rappl GmbH aus Rötz. Heuer wurden 600 Meter in Angriff genommen und zunächst die alte Asphaltbefestigung abgefräst. Zur Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers wurden entlang der Neubaustrecke entsprechende Sickerleitungen verlegt, die in zwei neu zu errichtende Regenrückhaltebecken geleitet werden. Danach erfolgten die Aushubarbeiten für den Straßenunterbau.

"Da der vorhandene Untergrund keine ausreichende Stabilität aufweist, wird die im Leistungsverzeichnis ausgeschriebene, lagenweise Bodenstabilisierung mit einem Kalk-Zement-Gemisch vorgenommen", teilt Landratsamt-Pressesprecher Hans Prechtl auf Anfrage mit. Nach dem Einbau der Frostschutzschicht werden Bordstein- und Pflasterarbeiten ausgeführt und auch die Straßensinkkästen gesetzt.

1,4 Millionen Euro


Die gute Meldung: Wenn das Wetter mitspielt, wird der Streckenabschnitt noch im November asphaltiert. "Dann kann die Straßensperrung während der Wintermonate aufgehoben werden", bekräftigt Prechtl. Danach sind allerdings noch umfangreiche Profilierungs- und Angleichungsarbeiten erforderlich, die ebenfalls unter Vollsperrung vorzunehmen sind. Die verbleibende Reststrecke (etwa 1000 Meter) wird im nächsten Jahr ausgebaut.

Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für das dritte Quartal 2017 anvisiert. Wie das Landratsamt Schwandorf mitteilt, werden die gesamten Baukosten bei rund 1,4 Millionen Euro liegen.

Da der vorhandene Untergrund keine ausreichende Stabilität aufweist, wird die im Leistungsverzeichnis ausgeschriebene, lagenweise Bodenstabilisierung mit einem Kalk-Zement-Gemisch vorgenommen.Hans Prechtl, Pressesprecher
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