Große Fußstapfen hinterlassen
Ludwig Berger zieht sich nach 52 Jahren in Führungsposition bei der Eigelsberger Feuerwehr zurück

An der Spitze der Eigelsberger Feuerwehr steht nun Holger Most (rechts). Er baut auf ein Team mit Stellvertreter Josef Dausch (links). Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
15.01.2016
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Bürgermeister Heinz Weigl verabschiedete Ludwig Berger als "Vorbild im Ehrenamt" mit Handschlag und dankte ihm für sein Engagement.

Über 50 Jahre in Führungspositionen hat er hinter sich, je ein Vierteljahrhundert als Vorsitzender und Kommandant der Eigelsberger Feuerwehr: Jetzt hat Ludwig Berger den Abschied aus den Ämtern vorgezogen.

-Eigelsberg. Ludwig Berger hat mit "seiner" Eigelsberger Feuerwehr gleich drei Hochzeiten gefeiert: Silberhochzeit als Kommandant (27 Jahre), Silberhochzeit als Vorsitzender (25 Jahre) und "goldene Hochzeit" als Führungskraft (52 Jahre). Nun trat er bei den Neuwahlen nicht mehr an. Da auch Christa Zapf und Holger Most - beide waren fast 20 Jahre als Schriftführerin und Kassier aktiv - ihre Ämter zur Verfügung gestellt haben, kann bei der Eigelsberger Wehr durchaus von einem Generationswechsel im Vorstandsteam gesprochen werden.

Nur mit Weiterbildung


Vorsitzender Ludwig Berger eröffnete die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Kommandant Gottfried Berger lieferte einen umfassenden Bericht über die Arbeit der Aktiven, die im abgelaufenen Jahr neben neun Übungen an zahlreichen Unterrichtsabenden ihr Können und Wissen auf den neusten Stand gebracht haben. Die Handhabung des neuen Digitalfunks sei eine weitere Herausforderung, die nur durch Aus- und Weiterbildungen in den Griff zu bekommen ist, stellte er klar. Beim 150-jährigen der Oberviechtacher Feuerwehr sei das sehr gute Verhältnis zur Stützpunktwehr mit der aktiven Teilnahme am Fest belohnt worden, so der Kommandant weiter. Auch der Florianstag in Wildeppenried zählte zu den Höhepunkten. Bewährt hätten sich auch die Kommandanten-Stammtische.

Wie im Vorjahr sind auch in diesem Jahr wieder einige Lehrgänge geplant, informierte Gottfried Berger. Ein besonderes Lob zollte er Jugendwartin Martina Stigler, die sich bestens um den Feuerwehrnachwuchs kümmert und für die Feuerwehr begeistert.

Stigler selbst berichtete über die Teilnahme an der Jugendolympiade, über einen Besuch der Sternwarte in Dieterskirchen und die Feste, bei denen die Kinder und Jugendlichen mit ihren neuen T-Shirts mit Feuerwehr- Logo aufkreuzen konnten und so die Eigelsberger Wehr repräsentierten.

Vorsitzender Ludwig Berger listete die gesellschaftlichen Aktivitäten auf, von der "Dorffasnacht", dem Kameradschaftsabend, einer Feier mit den Freunden vom "Eigelsberger Stoßtrupp" bis hin zum Erntedankfestes in Oberviechtach. Auch der "Lichterzauber im Bergdorf" zählte zu den Höhepunkten.

Krug geht auf Reisen


Ludwig Berger gab bekannt, dass der von der Dorfgemeinschaft geschaffene "Weltrekordkrug" in der Hammerschänke in Lukahammer ein gutes Zuhause gefunden hat. Für die Landesausstellung zum Thema "Bier in Bayern" wird er zum Kloster Aldersbach ins Passauer Land transportiert, was allerdings eine große Herausforderung sei. Berger erklärte, dass er sich nach nun 27 Jahren als Kommandant und 25 Jahren als Vorsitzender nicht mehr zur Wahl stellen werde. 52 Jahre in der vordersten Reihe seiner Wehr seien wohl auch genug. Als "letzte Amtshandlung" nahm Ludwig Berger Wolfgang Schindler und Günther Hanauer als neue Mitglieder in den nun 121 Mitglieder zählenden Verein auf.

Für die vorbildliche Leistung über ein halbes Jahrhundert im Ehrenamt, dankte Bürgermeister Heinz Weigl dem scheidenden Vorsitzenden mit Handschlag und stellte ihn als Vorbild für die Jugend und alle im Ehrenamt Tätigen heraus. Vom Kommandanten, von der Jugendwartin und vom Kassier, so der Bürgermeister weiter, habe er nur Erfolgsberichte gehört. Besonders freue ihn aber die hervorragende Zusammenarbeit der acht Ortswehren mit der Stützpunktfeuerwehr Oberviechtach. Davon würden beide Seiten, vor allen Dingen aber auch die Bürger in Notlagen, profitieren. Deshalb sei es für die Gemeinde auch eine Selbstverständlichkeit, den Feuerwehren das nötige Rüstzeug zur Verfügung zu stellen.

Bei der Neuwahl ging Holger Most als neuer Vorsitzender hervor. (siehe Kasten). Er hatte Respekt davor, nun in die "großen Fußstapfen" von Ludwig Berger zu treten und dankte dem Vorgänger für 52 Jahre Führungsarbeit. Er selbst habe vor, die Feuerwehr Eigelsberg neu zu strukturieren, und zwar nach dem "Prinzip der vielen Hände". Die Versammlung schloss mit einer Brotzeit, gespendet von Kommandant Gottfried Berger.

NeuwahlenZum Vorstandsgremium der Feuerwehr Eigelsberg gehören jetzt: Holger Most (Vorsitzender), Josef Dausch (stellvertretender Vorsitzender), Jens Most (Kassier), Margit Blödt (Schriftführerin), Martina Stigler (Jugendbeauftragte), Christina Lang (Frauensprecherin), Michael Wolf und Hans Most (Beisitzer) Hans Stigler (Gerätehausverwalter), Josef Dietl und Dominik Rückl (Gerätewarte) sowie Konrad Wolf und Martin Buczek (Kassenprüfer). (frd)
Ich denke, 52 Jahre in der vordersten Reihe der Eigelsberger Feuerwehr sind wohl auch genug.Ludwig Berger
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