Infostand zum Thema „Einbruch“
Nachbarn besser als Alarmanlage

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Oberviechtach
30.11.2016
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Oberviechtach/Amberg. Dass Einbrecher immer dreister werden und oft sogar am helllichten Tag einbrechen, kann durch Polizeiprotokolle nachgewiesen werden. Die derzeitigen Einbruchsschwerpunkte liegen zwar an den Autobahnen A 6 und A 93, wo oft ganze Diebesbanden ihr Unwesen treiben, was aber nicht ausschließt, dass sie ihr Tätigkeitsfeld auch in unsere Region verlegen.

Türen und Fenster


Polizeihauptkommissar Wolfgang Sennfelder von der Kripo Amberg hatte am Freitag in Verbindung mit der Polizeiinspektion Oberviechtach einen Informationsstand in der Sparkasse aufgebaut. Am stets gut frequentierten Stand waren von der PI auch Erster Polizeihauptkommissar Robert Feuerer und Polizeihauptkommissar Alexander Landgraf anwesend. Wie Landgraf informierte, sei die Anzahl der Einbrüche im Stadtbereich zwar etwas zurückgegangen, doch im Nachbarlandkreis Neustadt/WN seien die Einbrecher derzeit recht aktiv. Deshalb sei auch im Altlandkreis Oberviechtach erhöhte Vorsicht geboten. Speziell in den Nachtstunden sollten alle Türen und Fenster verriegelt sein.

"Ein gekipptes Fenster ist ein offenes Fenster und für Einbrecher eine Einladung ins Haus einzusteigen", sagte Polizeihauptkommissar Wolfgang Sennfelder. Er informierte über vorbeugende Maßnahmen und zeigte auf, worauf beim Kauf von neuen Fenstern und Türen zu achten sei. Er machte aber auch deutlich, dass preiswerte Alarmanlagen ihren Zweck oft nicht erfüllen oder von den Einbrechern leicht überlistet werden können. Oft werde es den Einbrechern, so die Beamten einmütig, aber auch sehr leicht gemacht. Oft herrsche die Meinung vor "bei mir ist ja sowieso nichts zu holen", und erst wenn die Diebe gute Beute gemacht haben, werde bewusst, welch wertvolles Gut hinter oft nicht verschlossenen Türen gelagert war. Auch die Meinung "ich bin ja gegen Diebstahl gut versichert" trüge oft.

Purer Leichtsinn


"Purer Leichtsinn lässt sich nicht versichern und die Versicherungen zahlen dabei nicht immer", so die Experten. Gerade beim Bau eines neuen Heimes oder beim Auswechseln von Fenstern und Türen, vor allem in den unteren Geschossen, sollte unbedingt auch auf den vorbeugenden Schutz vor Einbrechern geachtet und eine meist kostenlose Beratung von Fachleuten in Anspruch genommen werden.

Die Beamten appellierten am Infostand, sich nicht davor zu scheuen, die Polizei anzurufen, wenn sie verdächtige Personen bemerken oder Autos mit fremden Kennzeichen über einen längeren Zeitraum stehen sehen. Wachsame Nachbarn sollten deshalb nicht als neugierig bezeichnet werden.
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