Inspektion will Trendwende herbeiführen
Wildunfälle nehmen stark zu

"Im Jahr 2015 hat sich kein Unfallschwerpunkt herauskristallisiert", sagte Polizeihauptmeister Karlheinz Senft bei der Vorstellung der Unfallstatistik. Die Bürgermeister diskutierten jedoch kritische Bereiche an der Bundesstraße 22 (Bild), die immer wieder für einen Crash gut ist. Bild: Portner
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Oberviechtach
25.05.2016
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Das Unfallgeschehen im Bereich der PI-Oberviechtach beleuchtete Polizeihauptmeister Karlheinz Senft. Das Erfreulichste dabei: Es gab auch 2015 keinen Unfalltoten!

Insgesamt wurden 281 Unfälle (2014: 250) registriert. Meistens (208) handelte es sich dabei um Kleinunfälle, wobei die 145 Wildunfälle (2014: 114) Anlass zur Sorge geben. "Wir haben in ganz Bayern den gleichen Trend", warf Inspektionsleiter Robert Feuerer - selber Jäger - ein. Er will sich dafür einsetzen, die Zahlen in der Region zu senken. Meistens handle es sich bei den getöteten Tieren um Rehe, die auf dem Weg zur Äsungsfläche sind. Abhilfe könnten mehr blaue Wildwarner an den Leitpfosten schaffen. Mit den Jägern hat bereits ein Treffen stattgefunden. "Aber es müssen alle mitziehen: Jäger, Jagdgenossenschaften und Bürger", bekräftigte der PI-Chef. Die Beamten wollen künftig die Örtlichkeiten analysieren und Lösungsansätze diskutieren.

Senft fuhr mit der Statistik fort und nannte 34 Unfälle mit Verletzten (2014: 38), davon 11 Schwerverletzte. Unter sonstige Unfälle berichtete er von 30 Unfallfluchten (30), wovon bisher 9 aufgeklärt sind. "Schulwegunfälle gab es im Vorjahr keine", freute sich der Experte für Verkehrserziehung an den Schulen. Ein Unfall fand unter Alkoholeinfluss statt; Drogen waren in keinem Fall ursächlich.

"Im Jahr 2015 hat sich kein Unfallschwerpunkt herauskristallisiert", betonte Senft, bevor er mit der Aufschlüsselung der Unfälle nach den Gemeinden begann. Im Bereich der Stadt Oberviechtach gab es 163 Unfälle (2014: 133), davon 109 Kleinunfälle, in über 50 Prozent mit Wildbeteiligung. Im Bereich der Gemeinde Gleiritsch sind 13 Unfälle vermerkt; davon 8 Wildunfälle. In Niedermurach beläuft sich dieser Anteil gleich auf 21; insgesamt sind 28 Unfälle gemeldet. In Teunz sind es 25 Wildunfälle bei insgesamt 45 Vorkommnissen. Extrem ist die Lage in Winklarn: Von den 32 Unfällen sind 29 durch Wildwechsel passiert.
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