Jede Woche werden an 85 Familien und Einzelpersonen Lebensmittel abgegeben
"Tafel" ist nicht wegzudenken

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Oberviechtach
03.12.2014
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Im September vor drei Jahren wurde die "Oberviechtacher Tafel" unter der Regie des damaligen Rotary-Präsidenten Peter Wilhelm aus Neunburg gegründet. Mit mittlerweile 150 zahlenden Mitgliedern hat sich der Verein gut entwickelt.

Allerdings decken die eingehenden Beiträge und die Verkaufserlöse die laufenden Ausgaben nicht. Diese setzen sich hauptsächlich aus der Miete für die beiden Ausgabestellen in Neunburg und Oberviechtach, aus Müllgebühren, Strom, Haftpflicht und den laufenden Kosten für das Kühlauto zusammen, weswegen der Verein auf Spenden angewiesen ist.

Spenden erforderlich

Dr. Friedrich Keller, der Vorsitzende der Oberviechtacher Tafel, ist als unablässiger Motor ständig bestrebt, Mitgliederwerbung zu betreiben, um die Einnahmenseite auf feste Füße zu stellen. Er könnte sich auch vorstellen, dass feste Beträge wie Miete oder Strom von Städten und Gemeinden übernommen werden.

45 Ehrenamtliche

In einer beispielhaften Hilfsaktion holen 45 ehrenamtliche Helfer jede Woche die übrig gebliebenen Lebensmittel von allen Supermärkten von Neunburg über Oberviechtach bis Eslarn und Waidhaus ab, ebenso von Bäckereien. Der Kühlwagen, eine Spende des Rotary-Clubs und des Lions Clubs, hat mittlerweile 25 000 Kilometer zurückgelegt und ist ein unentbehrliches Hilfsmittel, um die Waren frisch und gekühlt zu den Ausgabenstellen zu bringen.

Anschließend müssen die Lebensmittel sortiert, in die Theken eingeräumt und an die Bedürftigen verteilt werden. 165 Bedarfsgemeinschaften sind mittlerweile angemeldet. Jede Woche geben die Mitarbeiter der Tafel an 85 Familien und Einzelpersonen in Oberviechtach und Neunburg Lebensmittel ab. Noch sind die Lebensmittelspenden ausreichend, sollten allerdings größere Flüchtlingsströme kommen, könnte es knapp werden, ließ Dr. Keller bei der Jahreshauptversammlung wissen.

Ob man dann für die Asylanten den Besuch der Tafel anbieten könne, sei fraglich; gegenwärtig unterstütze man in Oberviechtach vier syrische Familien und zehn Einzelpersonen. Nach dem Grundprinzip der Tafeln in Deutschland ist es nämlich nicht gestattet, Lebensmittel dazuzukaufen, es geht um die sinnvolle Verwertung übrig gebliebener Nahrungsmittel. Lebensmittelspenden kann die Tafel annehmen. Gegenwärtig sind alle Personen, die Hartz IV, Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung beziehen, berechtigt, bei der Tafel einzukaufen.

Familien bezahlen für den gesamten Einkauf zwei Euro, Einzelpersonen einen Euro. Das große Engagement für die Bedürftigen, das sowohl die Vorstandschaft als auch die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter in Neunburg und in Oberviechtach an den Tag legen, zeigt sich auch bei verschiedenen zusätzlichen Aktionen.

Beim Christkindlmarkt

So wurden bei einem Flohmarkt gespendete Waren verkauft. Auch an den beiden Christkindlmärkten in Oberviechtach und Neunburg ist die Tafel mit Fischspezialitäten vertreten. Infos über die " Tafel" finden sich auf der Homepage (www.oberviechtacher-tafel.de).
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