"Kapellen- und Goldsteig-Naturwanderweg" 3. Platz bei "Deutschlands schönster Wanderweg" - Land ...
Ganz ausgezeichnet wandern

Vermischtes
Oberviechtach
08.04.2015
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Der "Kapellen- und Goldsteig-Naturwanderweg" mit seinen kulturellen Sehenswürdigkeiten, langen Waldpassagen und atemberaubenden Ausblicken lässt eine Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

Besonders reizvoll ist dieser Wanderweg für all jene Wanderer, die gerne den Spuren vergangener Jahrhunderte folgen.

Die Wanderroute führt vom Gasthaus "Zur Sonne", Bahnhofstraße 12, aus der Stadt Richtung Freibad und weiter über den Kreuzweg zum 621 Meter hoch gelegenen Johannisberg. Ein Tipp: Vor der Bogenbrücke bietet sich ein Panoramablick über die Stadt und zur Burg "Haus Murach". Nach dem Verlassen des Waldes steht zur Rechten eine imposante Kreuzigungsgruppe und der Blick schweift zur Wallfahrtskirche "St. Johannes Nepomuk". Sie wurde 1734 an der alten Handelsstraße nach Böhmen erbaut und ist dem böhmischen Heiligen geweiht.

Eine Sitzgruppe lädt zu einer gemütlichen Rast ein. Bei günstiger Witterung bietet sich hier eine herrliche Fernsicht in den Bayerischen Wald bis hin zum Großen Arber.

Auf der Straße geht es rechts bergab bis zur Kreuzung. Die Wanderung führt durch abwechslungsreichen Mischwald entlang der geschichtsträchtigen Handelsstraße. Viele schwer beladene Pferdefuhrwerke haben diesen Weg in geraumer Vorzeit befahren. An der Staatsstraße angelangt wird diese überquert und ein Steig führt zu dem nur wenige Meter im Wald gelegenen Naturdenkmal "Sattelroß".

Erst auf den zweiten Blick erschließt sich dem Wanderer, dass der sonderbar geformte Stein einem Ross gleicht. Der Stein ermuntert Kinder geradezu zum "Reiten". Der Sage nach befindet sich das Naturdenkmal "Sattelroß" auf dem ehemaligen Gelände einer Ritterburg als versteinertes Pferd des letzten Besitzers.

Nach einem kurzen Stück trifft der Weg auf den Qualiätswanderweg "Goldsteig" und wir biegen rechts ab. Weiter geht es zum hochgelegenen Kätzelsberg (665 m). Wir genießen den Weg durch ein ausgedehntes Waldgebiet talabwärts. Nach Verlassen des Waldes bietet sich ein herrlicher Blick auf Obermurach mit seiner einst mächtigen Burg "Haus Murach", die majestätisch über dem Ort thront und den Wanderer begrüßt.

Hier haben wir die Möglichkeit, einen Abstecher zur Burg zu unternehmen (Burgschlüssel ist beim Burgwart, Obermurch 58, erhältlich). Vom Bergfried aus bietet sich ein atemberaubender Blick ins Oberviechtacher Becken und über die Weiten des Oberpfälzer Waldes. Am Dorfplatz befindet sich ein imposanter Brunnen, eine alte Kreuzigungsgruppe und ein für die Oberpfalz typischer Glockenturm.

Weiter geht es am Erlebnisspielplatz für "Ritter und Burgfräulein" vorbei und auf einem faszinierenden Wiesen- und Waldweg bergab. Der Weg kreuzt den Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg, auf dem früher die Dampflok schnaufte. Auf der linken Seite im Tal befindet sich auf einer bewaldeten Anhöhe die romantisch gelegene Walpurga-Kapelle.

Weiter über den "Goldsteig" geht es bergauf, wir überqueren die B 22 und gelangen zur Ortschaft Hof. Sehenswert ist die auf romanischen Ursprung zurückgehende Ägidius-Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Sie markiert die christliche Urzelle des Oberviechtacher Raums und soll der Sage nach von Riesen erbaut worden sein. Eine Sitzgruppe lädt zu einer beschaulichen Rast ein.

Anschließend führt der Wanderweg hoch und wir genießen den Blick auf die idyllisch im Tal gelegene Stadt.

In Oberviechtach angelangt ist zum Abschluss ein Besuch im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum zu empfehlen (geöffnet: Mai bis Oktober, Di/Do 10 -12 und 14 - 16 Uhr; So 14 - 17 Uhr) und in der Stadtpfarrkirche mit Rokokoausstattung.

Am Marktplatz wird der prächtige Figurenmaibaum bewundert, einer der schönsten zwischen den weiß-blauen Grenzpfählen Bayerns, und der einzigartige Doktor-Schwarz-Brunnen. Nun sind es nur noch wenige Meter bis wir unser Ziel erreicht haben.
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