Konflikte gut im Griff

Um ihr Ziel zu erreichen, mussten die Schüler auch "kämpfen". Bild: hfz
Vermischtes
Oberviechtach
26.07.2016
53
0

Was in der Wirtschaft immer mehr Beachtung findet, kommt auch an der Schule gut an. Soziale Kompetenz ist gefragt. An der Oberviechtacher Berufsfachschule gab es dazu nun eine Trainingseinheit.

Profitieren konnte von der Lektion in Teambildung die 10. Klasse "Ernährung und Versorgung". Regie führten dabei Manuela Stiglbauer aus Regensburg und Rainer Frisch aus Heidelberg - zwei Profis, die sich auf Anti-Gewalt-Training und Sozialkompetenz für Jugendliche verstehen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Jugendsozialarbeiterin der Berufsfachschulen Oberviechtach, Anja Kleber.

Kostenlos und vertraulich


Jugendsozialarbeit an Schulen ist ein freiwilliges, kostenloses und vertrauliches Angebot für Schüler, Eltern und Lehrer. Neben individueller Hilfe im Einzelfall ist die Organisation von Projekten oder Gruppenaktivitäten ein Schwerpunkt. Die Jugendsozialarbeit steht unter der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe im Regionalverband Ostbayern. Zusammenwachsen und über sich hinauswachsen und dadurch das gemeinsame Ziel, den Berufsabschluss, erreichen, waren die Kernpunkte des Trainings. Im Zeitalter von Mobbing und Ausgrenzung ist es immer wichtiger und aktueller denn je, ein Gemeinschafts- und Wohlfühlklima in einer Klasse zu erzeugen und dieses aufrechtzuerhalten, so die Meinung der Experten. Der Teambildungstag war gespickt mit zahlreichen Übungen, die oft sehr emotional waren. Dies sollte die Offenheit und Empathie der Schüler füreinander fördern.

Außerdem bekamen die Schüler Methoden an die Hand, Konflikte zu analysieren und in Zukunft gänzlich zu vermeiden. "Lernen, wie man gut in einem Team zusammenarbeitet, ist nicht nur für die Schullaufbahn der jungen Erwachsenen entscheidend, sondern für ihre gesamte Zukunft" so die Jugendsozialarbeiterin Anja Kleber. Für einen langfristigen Erfolg des Trainings wird Frau Kleber mit den Schülern im Laufe dieses und nächsten Schuljahres immer wieder Themen aus der Teambildung aufgreifen und mit den Schülern weiter bearbeiten.

Erschöpft, aber begeistert


Am Ende des Tages waren die Schüler zwar erschöpft, aber auch begeistert von dem Programm. Es herrschte eine angenehme Atmosphäre, die von gegenseitiger Unterstützung und Wertschätzung geprägt war. Es war zu sehen, dass viele Schüler offen über ihre Probleme sprechen konnten. Das stärkte nicht nur jeden Einzelnen, sondern sorgte auch für intensivere Kontakte

Finanziert wurde das Projekt vom Kreisjugendamt Schwandorf unter der Leitung von Stefan Kuhn. Wer Interesse an solchen Projekten hat, kann jederzeit Kontakt aufnehmen mit Anja Kleber, Telefonnummer 0174/9202262 oder E-Mail anja.kleber@johanniter.de.

Zitate"Durch das Teambuilding kann ich die anderen besser einschätzen und wir haben viele Gemeinsamkeiten gefunden." Lisa, 16 Jahre

"Wir wissen jetzt noch besser, wie wir miteinander umgehen können." Lena, 20

"Wir konnten beweisen, dass wir zusammenhalten können." Melissa, 18

"Wir haben uns als wirkliches Team verhalten, und wir sind uns näher gekommen." Daniela, 18


Lernen, wie man gut in einem Team zusammenarbeitet, ist nicht nur für die Schullaufbahn der jungen Erwachsenen entscheidend, sondern für ihre gesamte Zukunft.Jugendsozialarbeiterin Anja Kleber.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.