Kreisgruppe Oberviechtach im Jagdverband um Akzeptanz bemüht
Signale für Heger und Pfleger

Traditionsgemäß gab es von den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Oberviechtach zu Beginn der Versammlung das Signal "Begrüßung". Die "Ehren-Fanfare" war an jene Mitglieder adressiert, die besonders ausgezeichnet wurden. Bilder: frd (3)
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Oberviechtach
07.04.2016
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Für ihre Treue zum Bayerischen Jagdverband und zur Kreisgruppe Oberviechtach sind (vorne von links) Helmut Hereth für 25 Jahre, Johann Pey für 40 Jahre und Michael Prey für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt und mit Urkunden und Treuenadeln ausgezeichnet worden.

Die Zukunft der Jäger hängt davon ab, wie gut sie in der Bevölkerung ankommen. Kooperation gab deshalb der Kreisgruppenvorsitzende im Jagdverband, Alexander Flierl, als künftige Marschrichtung vor. Er forderte die Mitglieder auf, sichtbare Zeichen zu setzen.

/Weiding. Der einvernehmlichen Zusammenarbeit von Landwirten, Grundstückbesitzern und Jägern müsse oberste Priorität eingeräumt werden, machte der Kreisvorsitzende des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) MdL Alexander Flierl deutlich. Er tat dies bei der Jahreshauptversammlung der Oberviechtacher Kreisgruppe im Gasthof "Zur Post" in Weiding. Eine gute Zukunft der Jägerschaft hänge nämlich von der Akzeptanz in der Bevölkerung ab. Jeder müsse schon in der Natur erkennen können, dass die Jäger Heger und Pfleger der wildlebenden Tierwelt und der Natur sind.

In seiner Jahresbilanz listete Flierl eine Vielzahl von Veranstaltungen auf. Die Hegeschau, Veranstaltungen der Hegegemeinschaft, ein positives Verbissgutachten besonders aber die Jubiläen der Kreisgruppe und der Jagdhornbläser bildeten die Höhepunkte. In guter Erinnerung bliebe das Kinderprogramm "Natur erleben". Notwendig seien aber auch Informationsveranstaltungen und Übungen zur Jagd-Praxis.

Nicht nachlassen


Es dürfe nicht nachgelassen werden, so Flierl, aktiv für die Notwendigkeit der Jagd zu werben, keinesfalls dürfe den Ideologen das Feld überlassen werden. Dazu sei eine starke politische Vertretung der Jägerschaft und gute Aufklärungsarbeit seitens der Jäger notwendig. Mit der Reduzierung der Kosten für die Trichinen-Proben-Entnahme habe dafür Landrat Thomas Ebeling ein richtiges Zeichen gesetzt.

Geplante Änderungen des Bundesjagdgesetzes und der Waffengesetze müssten beobachtet werden. Nicht notwendige, praxisfremde oder gar unsinnige Regelungen gelte es zu verhindern. Da die Herausforderungen für die Jägerschaft nicht weniger würden, müsse immer der Schulterschluss mit den Landwirten und Grundstückbesitzern gesucht werden - bis sich eine für alle Teile akzeptable Lösung abzeichnet. Hornmeister Stephan Vogl informierte über 14 Proben der Jagdhornbläser, einige Bläsertreffen und die Einsätze der Musiker über das ganze Jahr hinweg. Hundeobmann Mark Liebermann berichtete von einer Ausbildung, die für alle teilnehmenden Hunde erfolgreich war, und Schießobmann Peter Leibl ließ noch einmal die Schießübungen Revue passieren. Der Beauftragte für Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit, Helmut Hempel, erläuterte einige Naturschutzvorgaben und lobte die gute Öffentlichkeitsarbeit im Kreisverband.

Grenzwert überschritten


Der mit der Messung radioaktiver Strahlung beauftragte Hans-Dieter Haas, der seit April 2008 die Schadstoffe bei Schwarzwild kontrolliert, hatte in diesem Zeitraum 1052 Tiere vor sich, darunter 251 Sauen, die den zulässigen Grenzwert überschritten haben, und deshalb nicht mehr zum Verzehr angeboten wurden. Die Käufer in der Kreisgruppe Oberviechtach könnten sich somit sicher sein, dass nur einwandfreies Wildschweinfleisch auf ihren Teller kommt.

Für ihre Treue zur Kreisgruppe Oberviechtach wurden mehrere Jäger ausgezeichnet. Vorsitzender Alexander Flierl würdigte auch die Verdienste von Peter Iwan. Er hat die Kreisgruppe vor allen Dingen bei der Hundeausbildung unterstützt. Dafür gab es eine Ehren- und Dankurkunde des Bayerischen Jagdverbandes. Und für alle Geehrten stimmten schließlich die Jagdhornbläser die Ehren-Fanfare an.

EhrungenFür 25 Jahre: Johann Heimerl, Helmut Hereth, Josef Hummer und Eckehard Köppel. Für 40 Jahre: Dr. Eva Gräfin Du Moulin Eckart und Johann Prey. Für 50 Jahre: Michael Maier und Michael Prey. Für 65 Jahre: Josef Hanauer. Mitglieder, die ihre Ehrung nicht entgegennehmen konnten, werden sie zu einem späteren Zeitpunkt erhalten. (frd)
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