Kreisgruppe Oberviechtach im Landesjagdverband Bayern feierte 65-Jähriges
Heger und Pfleger

Vermischtes
Oberviechtach
02.12.2015
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Ein tolles Fest hat die Jägerschaft des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), Kreisgruppe Oberviechtach, anlässlich ihres 65-jährigen Gründungsjubiläums gefeiert, wobei gleichzeitig auch die Gründung ihrer Jagdhornbläsergruppe vor ebenfalls 65 Jahren mitgefeiert werden konnte. Besonders die Festrede des Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes, Prof. Dr. Jürgen Focke, wird der Jägerschaft noch lange in guter Erinnerung bleiben.

An den Beginn der Jubiläen stellte der BJV Kreisverband Oberviechtach eine ökumenische Hubertusandacht, die von Stadtpfarrer Alfons Kaufmann und Pfarrer Dr. Harald Knobloch gestaltet und von den Jagdhornbläsern der Kreisgruppe Nabburg auszugsweise mit der "Nabburger Jagdhornbläsermesse" umrahmt wurde.

In seiner Festpredigt wies Dr. Harald Knobloch darauf hin, dass die Jägerschaft bereits im "Alten Testament" an fünf Stellen erwähnt wurde und einige Persönlichkeiten dieser Zeit als "großartige Jäger vor dem Herrn" bezeichnet wurden. Zu Beginn der weltlichen Hubertus- und Jubiläumsfeier konnte Kreisgruppenvorsitzender Alexander Flierl einige hochrangige Ehrengäste begrüßen.

Die Oberviechtacher Jagdhornbläser bliesen für Landrat Thomas Ebeling, der mit seinen Vierbeinern schon viele große Erfolge verzeichnen konnte, das Signal "Hundefanfare". Sie dankten dem Landrat, dass er in seiner erst kurzen Amtszeit in einigen Bereichen für die Jägerschaft bereits bessere Rahmenbedingungen geschaffen habe. Kreisvorsitzender Flierl blickte noch einmal auf die Anfangszeiten der Kreisgruppe Oberviechtach vor 65 Jahren zurück. Einziger Jagdhornbläser und Gründungshornmeister war der spätere Ehrenhornmeister Adolf Kunschir, der dieses Amt 47 Jahre lang innehatte.

In diesen über sechs Jahrzehnten seit der Gründung der Kreisgruppe Oberviechtach, so Flierl, hätten sich die Wildarten, der Wildbestand und die Anforderungen an die Jagd stark verändert. Die Erforderlichkeit des jagdlichen Handelns müsse immer wieder erklärt und für das Verständnis, dass der Jäger auch Heger und Pfleger des Wildes ist, immer wieder geworben werden.

Viele Jäger haben sich in der Kreisgruppe große Verdienste erworben, einige von ihnen konnten an diesem Jubiläumsabend ausgezeichnet werden. In einer flammenden Festrede wies Präsident Prof. Dr. Jürgen Focke auf die Notwendigkeit des Waidwerks hin. Er betonte, dass die Zeiten "als der Bauer im Märzen die Rösslerin einspannte" längst vorbei sind und dass auf das Wild durch die Mechanisierung und Industrialisierung weitaus größere Gefahren lauern, als dies noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.

Focke stellte klar, dass es im Naturschutz nicht "willkommenes Wild" wie Wolf, Luchs oder Biber und "unwillkommenes Wild" wie Rot-, Schwarz- oder Niederwild geben dürfe, da alle Tiere ihre Daseinsberechtigung haben.

Über das ganze Jahr hinweg sind die Jäger der Kreisgruppe Oberviechtach nicht nur in ihren Revieren aktiv, sondern sie betreiben eine sehr positive Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Rahmen des Ferienprogramms lassen sie Kinder die "Natur erleben" und klären über die Jagd im Allgemeinen und die Arbeit der Jäger über das gesamte Jahr hinweg auf.
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