Kunsthandwerkermarkt im Kulturzentrum - Eigenes Kinderprogramm von 13 bis 16 Uhr
Da dampft das Glühbier

Vermischtes
Oberviechtach
02.12.2015
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Wie schon in den vergangenen Jahren rüstet sich auch heuer wieder das Doktor-Eisenbart- und Stadtmuseum für den Christkindlmarkt mit einem Kunsthandwerkermarkt im Kulturzentrum am Samstag, 5. Dezember. In großer Auswahl werden Spezialitäten vom Land und Waren aus Holz, Ton und Filz angeboten, ebenso wie handgefertigter Schmuck in hoher Qualität. Auch die Naabwerkstätten beteiligen sich wieder mit ihren eigenen Produkten. Schon ab 13 Uhr bieten die Kunsthandwerker ihre Waren an und bleiben bis 19 Uhr bei ihrem Stand. Ein eigenes Kinderprogramm beschäftigt den Nachwuchs von 13 bis 16 Uhr mit Basteln einer Weihnachtsgirlande aus Naturmaterialien oder aus Filz.

Um 16.30 Uhr stimmt Hans Kistler mit Schülern des Ortenburg Gymnasiums musikalisch ein in die Weihnachtszeit. Mit einem Geheimtipp für Gaumenfreuden warten die Museumsleute auf, denn für Feinschmecker werden der Gulaschtopf angeheizt und Bratäpfel auf der Herdplatte gebraten. Zum Durstlöschen gibt's den Schlehentrunk und zusätzlich wird ein Fass Glühbier angezapft. Der sahnige Schaum, der nach dem Durchlauferhitzer entsteht, ist ein besonderer Genuss. Dieses rötlich schimmernde Bier ist nicht so süß wie Glühwein, jedoch milder und bekömmlicher und es duftet vor allem intensiv nach Weihnachten.

Glühbier: dunkelrot in der Farbe, süffig und aromatisch im Geschmack, es duftet und schmeckt nach Kirschen, es wird heiß im Pokalglas serviert - nicht zu süß, einfach lecker. Das Glühbier (oder auch Glühkriek genannt) kommt aus Belgien und ist seit Jahrhunderten dort wohlbekannt als ein süßsaures Bier und beliebt als vortrefflicher Durstlöscher. Gebraut wird es mit rein natürlichen Zutaten. Dieses "Bruinbier" muss mindestens ein Jahr Reifezeit hinter sich haben, bis in der Zeit der Kirschreife 13 Kilo Sauerkirschen in ein 100-Liter-Fass Braunbier gegeben werden. Selbiges muss dann sechs bis zwölf Monate im Eichenfass heranreifen, bis es seine typisch rötliche Farbe und den fruchtigen Kirschgeschmack erlangt hat.

Die Brauerei verwandelt dann einen Teil ihres "Kriekbieres" durch den Zusatz von Weihnachtsgewürzen und Kandiszucker in die Winter-Spezialität Glühbier. Reinste Naturprodukte wie Zimtstangen, Nelkenknospen und Anisfrüchte werden mit dem Kirschbier weitervergoren und geben so ihr ganzes Aroma an das Bier ab.
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