Landfrauen mischen sich ein

Kreisbäuerin Barbara Hanauer (von rechts) gratulierte den Ortsbäuerinnen Helga Ruhland, Zenzi Bauer, Barbara Ruhland, Agnes Spichtinger und Käthe Hösl. Bild: bgl
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Oberviechtach
30.10.2016
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Landfrauen tragen Verantwortung. So lautete nicht nur das Thema des Vortragsabends, auch bei den Neuwahlen lieferten die Ortsbäuerinnen den Beweis dafür, dass sie das Wort "Verantwortung" im Alltag ernst nehmen.

-Lukahammer. Das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbands (BBV) versteht sich als Einrichtung der allgemeinen Erwachsenenbildung für Menschen in der Landwirtschaft und im ländlichen Raum in Bayern. Sie wird vom Bayerischen Bauernverband als Körperschaft des öffentlichen Rechts getragen.

Verantwortung tragen


Ortsbäuerin Barbara Ruhland eröffnete die Versammlung im Gasthaus Hösl in Lukahammer und begrüßte dazu besonders die Kreisbäuerin Barbara Hanauer. Einleitend befasste sich Ruhland mit dem vorgegebenen Thema "Verantwortung tragen" und dem gegenüber früheren Zeiten geänderten Berufsbild der Landfrauen. Sie sind über ihre häuslichen Aufgaben hinaus und als Managerinnen für den Betrieb teilweise noch mit vielfältigen zusätzlichen Tätigkeiten betraut. Oft sind sie auch mit ehrenamtlichen Aufgaben ausgestattet, beispielsweise in berufsständischen Gremien sowie in Gesellschaft und Politik und in vielfältiger Weise eingebunden.

Mit dem Leitthema setzte sich anschließend auch Kreisbäuerin Barbara Hanauer auseinander. Auch sie appellierte in ihrem Referat an die Landfrauen, sich der geänderten Verantwortlichkeiten anzupassen. Diese Kenntnis sollte aber auch über die Region hinausreichen, um die Probleme der Landfrauen international zu erkennen. "Verantwortung tragen setzt auch die Bereitschaft voraus, Neues zu wagen. Bei allem Engagement für andere ist es auch wichtig, in Balance zu bleiben und Kraftquellen für sich selbst zu nutzen", betonte die Kreisbäuerin.

Weiter brach sie eine Lanze für das Ehrenamt und die damit zusammenhängende Interessenvertretung, den Bayerischen Bauernverband, vor allem gegenüber der Politik. Dieser gilt unter anderem als ein zuverlässiger "Anwalt" für die Land- und Forstwirte mit seinen Dienstleistungen in Rechts- und Sozialberatung, Beratung in der Generationenfolge und zur landwirtschaftlichen Sozialversicherung und der Weiterbildung sowie Betriebsberatung für Mitglieder. Vor allem die engagierten Landfrauen profitieren vom Rückhalt dieser verlässlichen Interessenvertretung.

Direkt an die Landfrauen gewandt plädierte sie dafür, sich in die Politik einzumischen, im Dorf Kultur- und Brauchtumspflege zu betreiben und für den Erhalt der überlieferten Traditionen einzutreten.

Lebhafte Diskussion


Nach einer teilweise lebhaften Diskussion wählten die Versammlungsteilnehmerinnen ihre zukünftigen Interessenvertreterinnen (siehe Info-Kasten). Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Barbara Hanauer bei allen, die wieder Verantwortung übernommen haben.

NeuwahlenOrtsbäuerin für Pirkhof: Barbara Ruhland, Stellvertreterin Agnes Spichtinger, Beisitzerin Käthe Hösl. Ortsbäuerin für Wildeppenried: Helga Ruhland, Stellvertreterin Zenzi Bauer. Ortsbäuerin Langau: Martina Kiesbauer. (bgl)
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