Lesung und Stadtführung im historischen Kostüm
Eisenbarth und das „Faulfieber“

Lesepate Klaus Habl las in der Rolle des Doktor Eisenbarth Geschichten vom Kranksein in der Stadtbücherei und schlug einen Bogen zu dem berühmten Sohn der Stadt.
Vermischtes
Oberviechtach
13.05.2016
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Bei einem Stadtrundgang mit Doktor Eisenbarth (Klaus Habl) erfuhren Kinder und Erwachsene viel über ihre Heimatstadt.

Ein vorgetäuschter Schnupfen und ein großer Arzt beschäftigten die Kinder, die der Mann mit Barock-Perücke und Brokat-Mantel um sich scharte. Sein Name hat sich bei dieser Aktion zur Familienwoche allen gut eingeprägt.

Einen informativen Beitrag zur Familienwoche lieferte "Doktor Eisenbarth" höchstpersönlich. Klaus Habl war in die Rolle des berühmten Arztes mit der weißen Perücke geschlüpft und fesselte zunächst als Vorleser, dann als Stadtführer.

Im Kostüm des Doktor Eisenbarth empfing Habl in der Bücherei Kinder und Eltern und las aus dem Buch "Max ist krank" vor. Hat der Bub nun nur "Faulfieber", um sich vor dem Kindergarten zu drücken, oder ist er echt krank? Da der Junge auch Husten hat, geht der Papa mit ihm zu Doktor Fröhlich. Dieser untersucht ihn mit Stethoskop, hört die Lunge ab und verschreibt Nasentropfen. Damit spannte Klaus Habl auch schon den Bogen zu Doktor Eisenbarth und seinen Behandlungsmethoden, die die Kinder erstaunen ließen.

Und keiner schimpft


Da die Zuhörer gleich noch eine Geschichte hören wollten, präsentierte der Lesepate die "Krankengeschichte vom Franz". Da Franz der Evi einen Zopf abgeschnitten hat, fürchtet er sich vor den Ermahnungen des Lehrers und sprüht sich Pfeffer in die Nase. Durch das Niesen will er einen Schnupfen vortäuschen. Als er ängstlich wieder in die Schule geht, ist jedoch der Lehrer krank - und keiner schimpft.

Zum Ausmalen verteilte Klaus Habl Bilder von Doktor Eisenbarth und der Stadt Oberviechtach in früheren Zeiten. Bibliotheksleiterin Renate Stigler bedankte sich für die Lesung bei "Doktor Eisenbarth", der die Gäste anschließend zu einer Stadtführung einlud. Bei diesem Streifzug durch die Ortsgeschichte lag natürlich das Hauptaugenmerk ebenfalls auf dem berühmten Sohn der Stadt, den Habl verkörperte. Zunächst wurde der Eisenbarth-Brunnen angesteuert. Dort verwies der kundige Stadtführer auf den Gasthof "Zur Post", bei dem früher die Pferde der Postkutsche gewechselt wurden.

"Schätze, wie hoch der Maibaum ist", war eine Frage an die Gruppe, die mit 28 Metern beantwortet wurde. Die interessierten Zuhörer erfuhren, dass ein Maibaum nicht höher als der Kirchturm sein darf, der in Oberviechtach 34 Meter aufweist.

Weiter ging die Führung zum Fundus des Festspielvereins im Dachgeschoss des AOK-Hauses. Dort demonstrierte Habl Kulissen des Festspiels, zeigte Kostüme und ließ die Kinder Perücken aufsetzen, was natürlich großen Spaß machte.

Freikarte gewonnen


Endstation war die Stadtpfarrkirche, in der die Zuhörer das Kreuz der Heiligen Kümmernis erklärt bekamen, das sich über dem Ausgang zum Mühlweg befindet. Als besonderes Bonbon des Nachmittags stellte Klaus Habl drei Fragen, deren Beantwortung mit einer Freikarte für das Festspiel belohnt wurde. "Wie hoch ist der Maibaum?", "Wie nennt man die Teile, die beim Festspiel auf den Kopf gesetzt werden?" und "Wie heißt Eisenbarth mit Vornamen?" lauteten die Fragen, die Leonie Licha, Philipp Blödt und Maria Schwingl richtig beantworteten. Mit kräftigem Applaus bedankten sich die Gäste für den interessanten Nachmittag.

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