Lichterzauber wärmt die Herzen

Vermischtes
Oberviechtach
14.12.2015
12
0

Das Bergdorf hatte ein besonderes Kleid angelegt: Bei der Neuauflage des "Lichterzauber" schmückten filigrane Fensterbilder die Anwesen in Eigelsberg. Die Vielfalt der Motive kannte keine Grenzen.

Oberviechtach-Eigelsberg. (frd) Erneut erstrahlte der Ort im Lichterglanz. Die Fäden liefen erneut bei Ludwig Berger zusammen, der im Vorfeld unter anderem die Bewohner bei der Gestaltung der Fensterbilder angeleitet hatte. Am Samstag warteten die Eigelsberger schon fast ungeduldig darauf, dass die Dunkelheit hereinbrach. Dann konnten die Lichter in den Fenstern eingeschaltet werden und viele hundert Gäste bewunderten die in mühevoller Kleinarbeit gebastelten Fensterbilder.

Rundgang durchs Dorf

Zum Auftakt dieser adventlichen Nacht stimmten Musiker der Stadtkapelle auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Unter den Gästen hieß Ludwig Berger unter anderem auch Landtagsabgeordneten Alexander Flierl und Landrat Thomas Ebeling willkommen. Beim anschließenden Rundgang durch das Dorf staunten die Gäste über die Viefalt der Motive an Häusern: Aus den Fenstern leuchteten in hellen Bildern unter anderem die Heilige Familie, Hirten mit ihren Schafen, brennende Kerzen, der Nikolaus - einmal sogar im Handstand, der Engel Aloisius, Christbäume, Tiermotive und der Stall von Bethlehem. Die liebevolle Machart der einzelnen Motive ließ erahnen, wie viel Zeit und Arbeit dafür nötig waren.

Bei einer Andacht in der Dorfkapelle verdeutlichte Pfarrer Johannes Kiefmann, ein gebürtiger Oberviechtacher, bei einem Dialog mit Zweiter Bürgermeisterin Christa Zapf, wie unterschiedlich Menschen den Glauben sehen. Besonders betont wurde, dass Geld alleine nicht die Welt regiert, und Mammon alleine nicht glücklich macht. Pfarrer Alfons Kiefmann erinnerte an die heilige Lucia, deren Gedenktag am Sonntag gefeiert wurde. Den verstorbenen Dorfbewohnern wurde im Gebet gedacht.

Unterwegs mit Esel

Eine eindrucksvolle Darbietung folgte danach mit der gesungenen Herbergssuche. Sie zeigte, wie die heilige Familie an den Türen der Herbergen immer wieder abgewiesen wurde. Sogar ein echter Esel begleitete Maria und Josef auf ihrem Weg. Den Abschluss bildete ein zünftiger "Hutscha-Abend" im Feuerwehrhaus. Ludwig Berger führte das Ausbuttern vor und die Familie Lößl erfreute mit Musik, Gesang und einigen Witzen. Dazu ließen sich die Eigelsberger und ihre Gäste Bauernbrot, frisch ausgerührte Butter und "heitige Erdäpfel" schmecken.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.