Mit Gstanzln direkt und zentral

Die Schülergruppe aus Eggenfelden (links) und Oberviechtach (rechts) mit Katrin Schäufl (Mitte) punktete beim Auftritt mit dem "Gstanzl-Singen".
Vermischtes
Oberviechtach
02.11.2016
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Beim Stehempfang kamen die Vertreter der beiden Schulen ins Gespräch. Schulleiter Markus Enghofer (von links), Dr. Ludwig Schießl, Lisa Limmer, Schulleiter Ludwig Pfeiffer, Johannes Bäumel, Stefan Schießl, Korbinian Angerer und Johanna Preisinger freuten sich über Ehrengast Prof. Dr. Ludwig Zehetner (Fünfter von links). Bilder: slu (2)

Der Dialekt hat Schüler der Gymnasien in Oberviechtach und Eggenfelden zur Abschlusspräsentation ins Maximilianeum geführt. In zwei Jahren entstanden neun Mundart-Projekte. Die "Vöichtacher" ernteten die beste Bewertung.

/Eggenfelden/München. Über das ganzes Schuljahr 2015/16 erstreckte sich die Kooperation zwischen dem Ortenburg-Gymnasium Oberviechtach und dem Karl-von-Closen-Gymnasium Eggenfelden beim Projekt "Mundart wertvoll", des von Ministerpräsident Horst Seehofer im Jahr 2010 initiierten Wertebündnisses Bayern. Am Freitag fand im Senatssaal des Maximilianeums in München - vor einer großen Kulisse von Schülern und Ehrengästen - die Abschlusspräsentation aller neun Projekte der letzten zwei Jahre statt.

138 Mitwirkende


Als Vertreter des Kultusministerium war Staatssekretär Georg Eisenreich anwesend. Bei der damit einhergehenden Evaluation durch Prof. Dr. Klaus Wolf von der Universität Augsburg, erhielt das Projekt zwischen Oberviechtach und Eggenfelden die beste Bewertung aller Teilnehmer. Dieses wurde von den beiden Koordinatoren Studiendirektor Dr. Ludwig Schießl und Studienrat Stefan Schießl geleitet. Bereits am frühen Morgen musste die Oberviechtacher Schülergruppe nach München aufbrechen, da vor der Präsentation am Nachmittag noch die Generalprobe anstand. Diese war von einem großen Engagement und einer vorbildlichen Disziplin der insgesamt 138 mitwirkenden Schüler geprägt.

Der Beitrag der beiden kooperierenden Gymnasium aus der Oberpfalz und aus Niederbayern bestand aus einem "mundartlichen Gegeneinandner-Ansingen" in Form von Gstanzln, wobei das eine oder andere typische Charakteristikum der beiden Schulen und Landstriche auf humorvolle Art und Weise zum Tragen kam bzw. auf die Schippe genommen wurde. Die musikalische Begleitung erfolgte durch Oberstudienrätin Katrin Schäufl, in deren Händen ebenfalls die Vorbereitung gelegen hatte.

Am Nachmittag, zur offiziellen Aufführung, stießen auch die beiden Schulleiter Studiendirektor Ludwig Pfeiffer und Oberstudiendirektor Markus Enghofer dazu und hatten ihre Freude an dem gelungenen Auftritt ihrer Schüler. Durch das Programm führten auf erfrischend souveräne Art und Weise die beiden Eggenfeldener Schülerinnen Lisa Limmer und Johanna Preisinger.

Absichtserklärung


Was von Prof. Wolf in seinem Gutachten vor allem gewürdigt wird, ist die Tatsache, dass das Projekt zwischen Oberviechtach und Eggenfelden als einziges "direkt und zentral Sprachgrenzen beziehungsweise dialektale Übergangsräume" thematisiert. "Damit setzt das Doppelprojekt fachlich und methodisch Maßstäbe, denn die Übertragbarkeit auf vergleichbare Grenzräume in Bayern ist evident." Beim Empfang im Steinernen Saal hatten Schüler, Lehrer und Ehrengäste die Gelegenheit, sich auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und weitere Pläne zu schmieden.

Im Fall von Oberviechtach und Eggenfelden bestand dies in der Absichtserklärung, auf bilateraler Ebene weiterhin zusammenzuarbeiten, wie im Bereich des Sports und durch eine Fortbildung zum Dialekt.
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