Mit Selbstvertrauen ins erste Schuljahr
Ordnungssinn und Ausdauer trainieren

Die Lehrerinnen Sabine Buczek (Mitte, links) und Stefanie Brunner erläuterten den Eltern der Schulanfänger die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start. Die Leiterinnen der beiden Kindergärten, Sabine Forster (rechts) und Christa Welnhofer (links), dankten für die Informationen. Bild: weu
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Oberviechtach
26.02.2016
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Oberviechtach/Pullenried. "Wir ziehen gemeinsam an einem Strang, um ihr Kind für die Schule vorzubereiten", sagte Christa Welnhofer, Kindergartenleiterin von St. Georg auch im Namen der Oberviechtacher Chefin Sabine Forster. Zum Thema "Ist mein Kind schulfähig" waren die Eltern der Vorschulkinder in den Kindergarten St. Marien eingeladen.

Sabine Buczek und Stefanie Brunner, die gegenwärtig die zweite Klasse an der Doktor-Eisenbarth-Schule unterrichten, erläuterten die emotionalen, sozialen, motorischen und kognitiven Komponenten der Schulfähigkeit und betonten, dass man immer das "ganze Kind" im Blick haben solle. Merkfähigkeit, das Ausführen von Aufträgen und Nacherzählen von Geschichten gehören neben dem Zählen bis fünf zu den kognitiven Lernvoraussetzungen, die durch vielfältige Spiele trainiert werden können.

Deutliches Sprechen, Reimen und Singen dienen der Sprachwahrnehmung, einer wichtigen Säule der Schulfähigkeit. Eltern sollten schon frühzeitig auf die Sprachentwicklung ihrer Kinder achten und, wenn nötig, Hilfe durch Logopäden in Anspruch nehmen, empfahlen die Lehrerinnen. Dazu benötigt es neben der körperlichen Entwicklung auch feinmotorische Fertigkeiten wie Umgang mit der Schere, Einhalten von Begrenzungen beim Malen oder Nachzeichnen von Formen.

Grenzen setzen


Emotional sollten Schulanfänger so stabil sein, dass sie sich von vertrauten Personen lösen und Selbstvertrauen entwickeln können. Motivation für die Schule, Interesse und Lust am Lernen seien meist vorhanden, Eltern sollten noch Ausdauer, Selbstständigkeit und Ordnungssinn trainieren. Kontakte zu Gleichaltrigen und das gemeinsame Entwickeln von Strategien zum Problemlösen fördern die soziale Kompetenz. Die Entwicklung eines starken Selbstwertgefühls darf aber nicht zügellos geschehen. Grenzen setzen, Regeln einhalten und Werte vermitteln gehören zu einer verantwortungsbewussten Erziehung dazu. Über die Inklusion an der Doktor-Eisenbarth-Schule berichtete Alexandra Bayer als Vertreterin des Sonderpädagogischen Förderzentrums Nabburg. Sie betonte, dass Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Bereichen Lernen, Sprache, emotional/soziale Entwicklung oder körperlich/motorische Entwicklung entweder an der Grundschule oder an der Diagnose- und Förderklasse in Nabburg eingeschult werden können. Sie biete auf Anfrage Beratung, Diagnose und integrative Unterstützung.

Natur statt Fernsehen


Konrektor Horst Bittner wies darauf hin, sich mit Herz und Empathie mit dem Kind zu beschäftigen und richtete als Appell an die Eltern: "Gehen Sie mit Ihrem Kind in die Natur. Die Vielfalt der Natur ist wichtiger als Fernsehen und Videospiele!"
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