Museumsverein setzt auf Pläne für "Soutschka-Haus"
Wünsche für das Jubiläumsjahr

Das gewählte Vorstandsteam mit (von rechts) Dr. Ludwig Schießl, Karl-Heinz Pieper, Wilfried Neuber, Christian Schönberger, Theresia Bauer, Hubert Bauer, Rosi Zithier, Dr. Karl-Heinz Foißner, Bürgermeister Heinz Weigl und Ludwig Berger freut sich schon auf das Jubiläumsjahr 2017. Bild: bgl
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Oberviechtach
18.03.2016
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"Ich denke, wir schaffen das." Bürgermeister Heinz Weigl ist zuversichtlich, dass die Umbauplanung des Soutschka-Anwesens für ein Stadtarchiv und mehr bald einvernehmlich gelöst werden kann. Der Museumsverein setzte bei den Neuwahlen auf Altbewährtes.

Vorsitzender Wilfried Neuber, Altbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt eröffnete die Jahreshauptversammlung im Gasthaus "Zur Post". Er begrüßte den Hausherrn des Museums, Bürgermeister Heinz Weigl mit seinen Stellvertretern Christa Zapf und Hans Hösl. Das Totengedenken galt stellvertretend dem Heimatfreund und Ehrenbürger Fritz Schießl.

Erfolgsgeschichte


Der Vorsitzende erinnerte an sieben Vorstandssitzungen, diverse Besprechungen im Hinblick auf Ausstellungen und Kunsthandwerker-Märkte im Haus sowie auch Teilnahmen an Tagungen. Als Beispiele nannte er den Tourismustag in Weiden und die Eröffnung des Museums der "Hofapotheke" in Sulzbach-Rosenberg. Beschäftigt hat aber auch das Thema "Soutschka-Haus".

"Wir können stolz sein. Unser Museumsverein ist eine Erfolgsgeschichte", betonte Wilfried Neuber in seiner Rückblende und erinnerte daran, dass der 160 Mitglieder zählende Verein bereits 11 000 Euro in die Ausstattung des Hauses und 20 000 Euro mit über 700 ehrenamtlich geleisteten Stunden in die Weiterentwicklung investiert hat. Einen Grund zum Feiern wird es im Jahr 2017 geben mit "50 Jahre Museum in Oberviechtach". In diesem Zusammenhang fügte Neuber Dankesworte an, die der großen Gönnerin, Ehrenmitglied und Ehrenbürgerin Erika Odemer, Bürgermeister Heinz Weigl mit seinen Stadträten, Verwaltung und Bauhof, dem ehrenamtlichen Leiter Dr. Karl-Heinz Foißner, der freien Mitarbeiterin Jeanette Ring, den Museumsführern und den Goldwäschern sowie dem HKA und dem Eisenbarth-Arbeitskreis galten.

"Das Museumsjahr 2015 war für uns mit 5541 Besuchern das mit Abstand erfolgreichste Jahr seit der Eröffnung", verkündete der Museumsleiter Dr. Karl-Heinz Foißner. Die regulären Öffnungszeiten beanspruchten etwa 600 ehrenamtliche Stunden. Zu 45 Gruppenführungen zählen noch 35 Führungen mit den Goldwäschern. Geführt wurden im Jahr 2015 1586 Personen gegenüber 1441 im Vorjahr. Eine deutliche Steigerung ergab sich auch bei Veranstaltungen mit freiem Eintritt bei 2306 Einzelbesuchern in 2015 (2014: 1136). 2801 Besucher kamen zu den sechs Ausstellungen und 250 zu sechs Vorträgen. Bei sonstigen Veranstaltungen wurden 1741 Teilnehmer gezählt. Vom durch die Ehrenbürgerin Erika Odemer gesponserten Programm mit Jeanette Ring machten bei 16 Angeboten 215 Personen Gebrauch. Theresia Bauer berichtete bei der Museumspädagogik über den Besuch von Kindergärten und Schulklassen und Jeanette Ring über meist ausgebuchte Workshops und Kurse.

Pläne für "Soutschka-Haus"


In einen eigenen Tagesordnungspunkt verpackte Wilfried Neuber das "Kulturzentrum in der Marktmühle". Dieses wird getragen vom Museumsverein und dem Heimatkundlichen Arbeitskreis (HKA). "Wir hatten es uns gemeinsam zur Aufgabe gemacht, mit einem guten Kulturprogramm hier lokale, regionale und überregionale Kulturarbeit zu leisten", verriet Neuber. Der technisch gut ausgestattete Raum für Tagungen, Empfänge, Vorträge und vielem mehr ist ein wichtiges Bindeglied zum Museum.

Zum Thema "Soutschka-Haus nahm Wilfried Neuber ausführlich Stellung und bat um Berücksichtigung auch der Museumsbedürfnisse. Die Nähe zwischen Archiv und Museum mache in vielfältiger Weise Sinn. Dessen Themenbereiche seien eng verbunden mit Stadt- und Eisenbarth-Archiv. Neben den Bedürfnissen der Inklusion und Barrierefreiheit gebe es viele Gründe für einen Verbindungsbau. "Wir möchten beide Gebäude zu einer kulturellen Einheit verschmelzen, so dass aus "Kulturzentrum Marktmühle" das "Oberviechtacher Kulturzentrum" entstehen könnte.

Eine räumliche Verzahnung wäre vorteilhaft. Ein Depot in unmittelbarer Nähe, die Verbindung mit einem Aufzug brächte erhebliche Erleichterungen und Ersparnis für die Stadt. Es wäre auch ein großer Gewinn für die vielfältigen Veranstaltungen (wie Vorträge, Ausstellungen und Märkte), weil es die Bewirtung der Gäste erheblich erleichtern würde. Auch ein kleiner "Werkhof" für Workshops mit Kindern könnte entstehen.

In seinem Grußwort äußerte sich Bürgermeister Heinz Weigl zuversichtlich, dass schon bald eine einvernehmliche Lösung zustande kommt. Er lobte den Besucherrekord vom vergangenen Jahr und meinte: "Es war ein guter Beschluss, mit dem sich der Stadtrat damals für dieses Museum entschieden hat." Aber ohne die Ehrenamtlichen und ohne Erika Odemer wäre es so auch nicht gereift. Er bedankte sich bei allen, die zu diesem Erfolg beitrugen.

Neuwahlen1. Vorsitzender Wilfried Neuber; 2. Vorsitzender Dr. Karl-Heinz Foißner; Schriftführer Theresia Bauer; Kassier Rosi Zithier; Trägervertreter Bürgermeister Heinz Weigl; Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen Ludwig Berger; Haustechnik und architektonische Weiterentwicklung Christian Schönberger; wissenschaftliche Publikationen, Weiterentwicklung Dr. Ludwig Schießl; konzeptionelle Museumspädagogik Siegfried Bräuer; Werkstattleiter Hubert Bauer. Als Kassenprüfer fungieren Christa Zapf und Karlheinz Pieper. (bgl)
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