Neue „Mutter der Kompanie“

Für seinen Verdienste um das Bataillon ist der scheidende "Spieß", Oberstabsfeldwebel Siegfried Ertl, durch Oberstleutnant Mario Brux (rechts) mit der Bataillons-Ehrennadel ausgezeichnet worden. Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
11.04.2016
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Nichts ist beständiger als der Wechsel. Das gilt vor allen Dingen bei der Bundeswehr, wo sich Untergebene stets an neue Vorgesetzte gewöhnen und sich ihrer "Marschrichtung" anpassen müssen. "Spieß" Siegfried Ertl verabschiedete sich beim Appell; sein Nachfolger ist Stabsfeldwebel Lars Piller.

Beim Quartals-Abschlussappell auf dem Exerzierplatz der Grenzlandkaserne entband Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Marion Brux den bisherigen Kompaniefeldwebel der Patenkompanie der Stadt Oberviechtach (2./Panzergrenadierbataillon 122), Oberstabsfeldwebel Siegfried Ertl, von seinem Dienstposten als "Spieß".

Wie Brux dazu feststellte, sei der Kompaniefeldwebel - nach dem Kompaniechef - eine der tragenden Säulen, aber auch ein Vorbild für alle Soldaten seiner Kompanie. Den oft gebrauchten Begriff "Mutter der Kompanie" sah Oberstleutnant Brux als Sinnbild für einen guten Spieß. Um diesen wichtigen Dienstposten besonders herauszustellen, sei dieser symbolisch mit der "goldgelben Schulterschnur" gekennzeichnet. Gerade in Einsatz und in Übungen zeige sich immer wieder, wie wichtig ein guter Spieß für eine intakte Kompanie sei. Auch müsse er die personellen und vielen weiteren Dinge, wie Disziplin, Ordnung und Sauberkeit im täglichen Dienst regeln.

Guter Zuarbeiter


Wie der Kommandeur rückblickend ausführte, hat Siegfried Ertl im Juli 2013 den Dienstposten des Kompaniefeldwebels bei der "Zweiten", der Patenkompanie der Stadt Oberviechtach, übernommen und all die Voraussetzungen die man von einer "Mutter" der Kompanie als Kommandeur erwartet, erfüllt. Uneigennützig, fleißig und akribisch, pflichtbewusst und diensteifrig ging Ertl seine tägliche Arbeit an. Immer für die Belange seiner Soldaten da und ein vorzüglicher Führer seines Unteroffizierskorps. Daneben sei er auch immer ein guter Berater und Zuarbeiter seines Kompaniechefs gewesen. Da der verdiente Soldaten nun auf eigenen Wunsch vorzeitig aus der Bundeswehr ausscheide, versetzte ihn der Kommandeur in den Ruhestand und verlieh ihm in Dank und Anerkennung die "Bataillons-Ehrennadel".

Neuer "Spieß" der zweiten Kompanie wird Stabsfeldwebel Lars Piller . Dieser ist im Bataillon bekannt und habe sich in der Vergangenheit bereits einen sehr guten Namen gemacht. "Ich wünsche für den sicher nicht immer einfachen und auch oft nervenzehrenden Auftrag alles erdenklich Gute und vor allen Dingen viel Soldatenglück", sagte der Kommandeur und vollzog mit dem Wechsel der "Spießschnur" die Veränderung symbolisch.

Dank der Stadt


Bei einem Empfang in den Räumlichkeiten der Unteroffizierheimgesellschaft (UHG) verabschiedete sich Oberstabsfeldwebel Ertl auch von der Stadt Oberviechtach, vom "Kriegerverein" und von der Reservistenkameradschaft, mit denen er immer gut zusammengearbeitet hatte. Dritter Bürgermeister Hans Hösl sowie die Vorsitzenden Josef Hauer und Werner Müller dankten ihrerseits für das gute Miteinander und trugen dies auch dem neuen Kompaniefeldwebel Lars Piller an.
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