Nicht nur für Kraftpakete
Black Pirates Murach bieten Schnuppertraining

In vollem Lauf geht es Richtung Gegner. Körperkontakt ist verboten, aber wer das blaue Band erwischt, hat sich durchgesetzt. Bilder: frd (3)
Vermischtes
Oberviechtach
11.03.2016
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So populär wie in den USA ist American Football noch lange nicht. Aber auch nicht so brutal wie sein Ruf. Bei den "Black Pirates Murach" ist Körperkontakt anfangs völlig ausgeklammert.

Die "Black Pirates Murach" sind der einzige American-Football-Verein im Landkreis. Beim Nachwuchs konnte die hierzulande exotische Sportart schon mal punkten, als es in der Oberviechtacher Mehrzweckhalle ans Üben ging. 17 Buben und Mädchen im Alter von 9 bis 15 Jahren hatten großen Spaß an diesem "Schnuppertraining mit Schweißverlust", das ihnen gleich einiges an Kondition abforderte.

Fragen beantwortet


Gleich vier Betreuer leiteten dieses Probetraining, standen aber auch den Eltern für Fragen zur Verfügung. Schließlich wird American Football allzu oft nur als Sportart für Kraftpakete gesehen. Dabei ist auch hier in einer Mannschaft die richtige Mischung zwischen kräftig gebauten, und schnellen, wendigen Spielern wichtig. Ziel dieses Probetrainings ist es, Nachwuchs zu gewinnen für die U-19-Mannschaft, die sich derzeit schon im Spielbetrieb befindet. Erste Station auf dem Weg dahin ist eine "Flag-Mannschaft". Da in diesem Stadium des Trainings Körperkontakt klar verboten ist, gilt es bei den ersten Übungen, das an einem Gürtel des Gegners angebrachte Band (Flag) abzureißen. Für den Gegenspieler bedeutet dies "Aus" in dieser Runde.

Fairness wichtig


Mit diesem Probetraining für die neue Flag-Mannschaft zündeten die Pirates die nächste Stufe der Jugendarbeit und machten gleich in der ersten Stunde deutlich, dass bei diesem Sport Werte wie Fairness, Disziplin, Mannschaftsgeist und kameradschaftliches Verhalten ganz oben stehen. "Erst dann kommen auch die sportlichen Voraussetzungen wie Schnelligkeit, Wendigkeit und spielerische Intelligenz voll zur Geltung", so die Überzeugung der Trainer.

Die Teilnehmer merkten schnell, dass es gar nicht so einfach ist, den Football zu fangen. Doch schließlich sind sie ja auch erst einmal zum Üben gekommen. Immer wieder flitzten die potenziellen Nachwuchs-Spieler bei ihren am Spielfeldrand sitzenden Eltern vorbei. "Macht voll Spaß", war da öfters zu hören.
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