Oberstleutnant Christoph Huber löst Mario Brux als Kommandeur ab
Marschbefehl ein Glücksfall

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Oberviechtach
11.04.2016
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Soldaten, die in der Garnisonsstadt Oberviechtach stationiert werden, weinen zwei Mal: wenn sie kommen und wenn sie versetzt werden. Wenn das stimmt, müssten bei Bürgermeister Heinz Weigl kürzlich zwei weinende Oberstleutnante gesessen sein.

Doch ganz so war es nicht. Während der neue Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Christoph Huber, vor Freude über die neue Aufgabe über das ganze Gesicht strahle, ließ Oberstleutnant Mario Brux (der schon vor seiner Kommandeurszeit ein paar Jahre in Oberviechtach gedient hatte) anklingen, dass er schon noch gerne ein wenig länger geblieben wäre. Dennoch freue auch er sich auf seinen neuen Dienstposten, der um einiges näher bei seiner Familie liege.

Appell am 14. April


Es ist zur guten Tradition geworden, dass der bisherige Kommandeur seinen Nachfolger im Rathaus vorstellt und sich damit offiziell von der Stadt verabschiedet. Zunächst informierte Bürgermeister Weigl den "Neuen" über die Geschichte der Garnisonsstadt und stellte auch ein wenig den Oberpfälzer Menschenschlag vor. Die Bürger stünden zu ihren Soldaten, schon viele familiäre Verbindungen und Freundschaften seien erwachsen, und in den Patenschaften des Bataillons werde das Miteinander gelebt. Auch fänden die Soldaten mit ihren Familien in der Eisenbarthstadt alles vor, was man für eine gute Lebensqualität benötige.

Beim Appell zum Kommandeurwechsel am Donnerstag, 14. April, wird sich Oberstleutnant Mario Brux von der Region verabschieden. "Es war wieder sehr schön, hier in Oberviechtach zu sein", sagte er im kleinen Kreis im Rathaus und meinte nach dem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt, dass wohl nirgendwo das Verhältnis zwischen den Soldaten und der Bevölkerung besser sei. Für ihn sei es deshalb eine große Ehre gewesen, hier Bataillonskommandeur gewesen zu sein. "Dem Standort Oberviechtach geht bis hin nach Berlin der beste Ruf voraus", sagte Oberstleutnant Christoph Huber. Kameraden, die hier schon stationiert waren, hätten ihm gesagt, dass der Marschbefehl nach Oberviechtach ein Glücksfall sei. Seit er in Oberviechtach sei, habe er nur Menschen angetroffen, die ihm offen und hilfsbereit entgegengetreten sind, weshalb er hoffe, nicht nur zwei Jahre hier Kommandeur sein zu dürfen.

Aus Aalen


Der gebürtige Aalener (Baden Württemberg) wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Bad Reichenhall (bei Berchtesgaden) und ist 1995 in die Bundeswehr eingetreten. Als gelernter Panzergrenadier bereite es ihm besondere Freude, nun ein hervorragend aufgestelltes Panzergrenadierbataillon führen zu dürfen. Als Zugführer, als Kompaniechef und als G 3 habe er sich das notwendige Können angeeignet. Beim Empfang im Rathaus wünschten ihm alle Anwesenden dafür viel "Soldatenglück".
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