Oberviechtacher Gymnasiasten bekommen Ehrenamtsnachweise für Engagement im Altenheim
„Geschenk für beide Seiten“

Die Schüler halten ihren Ehrenamtsnachweis in Händen und können damit ihr Engagement dokumentieren. Dazu gratulierten ihnen auch Landrat Thomas Ebeling (Sechster von links) und einige Bürgermeister aus der Region. Bilder: frd (2)
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Oberviechtach
13.07.2016
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"Durch das große Engagement der Schüler ist aus diesem Projekt ein Dialog von Herz zu Herz geworden." Zitat: Stephan Sturm

Soziale Betreuung hatten sich die Gymnasiasten vorgenommen. Was daraus wurde, ist "ein Dialog von Herz zu Herz". Dafür bekamen die Schüler des Ortenburg-Gymnasiums jetzt die Quittung.

Seit Jahren treffen sich Schüler des Oberviechtacher Gymnasiums mit den Bewohnern des Alten- und Seniorenheims. Diese Kontaktpflege wurde nun mit dem Ehrenamtsnachweis Bayern honoriert. Sehr stolz darauf, dass ein vor sechs Jahren begonnenes Projekt bereits zur Tradition geworden ist, zeigte sich der Leiter des Ortenburg-Gymnasiums (OGO), Oberstudiendirektor Günter Jehl. Viele der Schüler hätten bereits wiederholt am Projekt "Soziale Betreuung" teilgenommen.

Jehl brach eine Lanze für die Jugend: Die Schüler der siebten bis zehnten Klassen würden freiwillig zu den Heimbewohnern gehen. Sie würden spüren, dass dieser Kontakt mit älteren Menschen, mit den sie spielen, spazieren gehen oder sich ganz einfach nur unterhalten, auch der eigenen Persönlichkeitsbildung förderlich ist.

Wie hoch dieses Projekt von der Gesellschaft eingeschätzt wird, machte der Geschäftsführer des Alten- und Pflegeheimes Oberviechtach Karl-Heinz Stoppa an den Gästen bei der Verleihung der Ehrenamtsnachweise fest. Landrat Thomas Ebeling, stellvertretende Bürgermeisterin Christa Zapf (Oberviechtach), ihre Kollegen Rita Salomon (Niedermurach), und Adolf Hammer (Teunz), die Leiterin der Fachstelle Senioren am Landratsamt, Evi Seitz, und die beiden Gesellschafter Josef Irlbacher und Peter Spichtinger waren vertreten. Dazu kamen Lehrkräfte mit dem Projektleiter Oberstudienrat Stephan Sturm und die stellvertretende Vorsitzende des Heimbeirates, Maria Ludwig.

Landrat Thomas Ebeling, Bürgermeisterin Christa Zapf und Oberstudiendirektor Günter Jehl untermauerten den hohen Stellenwert dieses Projekts - sowohl für die Schüler, als auch für die beteiligten Senioren. Das große Engagement der Schüler sei durchaus keine Selbstverständlichkeit, viele hätten ihre Freizeit für das Projekt geopfert.

Als ein "Geschenk für beide Seiten" wertete Schulleiter Jehl das Projekt. Die Weiterführung werde er auch seinem Nachfolger am Oberviechtacher Gymnasium ans Herz legen, versprach er. Oberstudienrat Stephan Sturm stellte das Konzept in kurzen Zügen vor und gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass sich einige Schüler schon zum wiederholten Mal an diesem Projekt beteiligten, obwohl sie die Ehrenamtsnachweise schon beim ersten Mal erhalten haben.

Daraus sei zu erkennen, dass aus diesem Projekt ein "Dialog von Herz zu Herz" über Generationen hinweg geworden sei, und die Senioren den jungen Menschen im wahrsten Sinne des Wortes "ans Herz gewachsen" sind. Das war auch bei den Berichten der Schüler heraus zu hören. Aus anfänglichen Berührungsängsten auf beiden Seiten sei schnell Vertrauen und Zuneigung gewachsen. Die Schüler erzählten, dass sie von den Senioren viel über das 20. Jahrhundert erfahren haben und großen Respekt vor deren Lebensleistung gewonnen haben. Strahlende Augen bei ihrer Ankunft waren oft schon Belohnung genug für die Zeit, die sie für die Senioren aufgewandt haben.

Nach der Übergabe der Ehrenamtsnachweise an die beteiligten Schüler im Schuljahr 2015/2016 durch Landrat Thomas Ebeling, Oberstudiendirektor Günter Jehl und Heim- und Pflegedienstleiterin Katharina Schneider revanchierte sich die Heimleitung mit einem Mittagessen bei den Schülern.

Durch das große Engagement der Schüler ist aus diesem Projekt ein Dialog von Herz zu Herz geworden.Stephan Sturm
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