Ortenburg-Gymnasium setzt sich für fair gehandelte Produkte ein
Zertifikat: 190. Fairtrade-Schule

In Anwesenheit von Landrat Thomas Ebeling und der Bürgermeister der Schulregion überreichte George Meister (Vierter von rechts) von "Transfer e.V." das Fairtrade-Zertifikat an die Schüler des Projektseminars "AK - Eine Welt".
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Oberviechtach
28.12.2015
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Nadine Wild (links) und Julia Kleber umrahmten die Feierstunde am Steinway-Flügel. Bilder: lg (2)

Mehr als Kaffee und Bonbons: Waren aus dem "Eine-Welt-Laden" gibt es schon lange am Ortenburg-Gymnasium. Doch jetzt hat diese Initiative eine neue Struktur erhalten - verbunden mit weiteren Verpflichtungen für die Schule, wenn sie ein besonderes Zertifikat führen will.

Das Ortenburg-Gymnasium hat als 190. Schule in Deutschland das Fairtrade-Zertifikat erhalten. Damit verpflichtet sich die Schule zum Angebot von entsprechend hergestellten Produkten sowie zu jährlichen Informationsveranstaltungen im Sinne von Fairtrade.

Festakt mit Ehrengästen


Alles begann mit der Gründung des Projektseminars "AK - Eine Welt" unter der Leitung der Lehrkräfte Nadine Schwarz-Lohmann und Lothar Haas, die seitdem mit ihren Schülern regelmäßig am OGO Waren aus dem Eine-Welt-Laden anbieten. Damit werden den Erzeugern in den Entwicklungsländern gerechte Preise gesichert. In Bayern haben jetzt 42 Schulen das Zertifikat, im Landkreis Schwandorf ist das OGO nach der Schule Fronberg die zweite Einrichtung, welche die Zertifizierung erhalten hat. Zur Feierstunde der Verleihung konnte Schulleiter Günter Jehl auch Landrat Thomas Ebeling und die Bürgermeister der Schulregion mit Heinz Weigl (Oberviechtach) und Martin Birner (Neunburg vorm Wald) willkommen heißen. Jehl machte deutlich, dass die Verleihung nicht das Ende einer Entwicklung markiere, sondern lediglich eine Zwischenstation sei.

Landrat Thomas Ebeling wertete die Verleihung als Impuls für die gesamte Schulregion und Bürgermeister Heinz Weigl lobte die zügige Realisierung des Vorhabens. Beide Politiker dankten dem Fairtrade-Team und seinen Förderern. Die musikalische Umrahmung der Festsitzung oblag Julia Kleber und Nadine Wild aus der Q 12. Bettina Zimmermann, die als Sprecherin des Seminars die Veranstaltung moderierte, ließ zusammen mit dem Team den Ablauf der Projektarbeit Revue passieren.

Auch im Pausenverkauf


Die Schüler erinnerten in Form einer musikalisch unterlegten Präsentation an die Stationen, bis das Unternehmen zur Zertifikatsreife gelangte. Hierbei wurde auch der Elternbeirat einbezogen, dessen Vorsitzender Hans Steinsdorfer ebenfalls das Engagement der Schüler lobte. Unterstützung erhielt das Fairtraide-Team auch von den Lehrkräften Silke Zettlmeißl (Religion) und Lydia Wein (Wirtschaft). Die angebotenen Waren werden über den Eine-Welt-Laden in Neunburg vorm Wald unter der Leitung von Marianne Zeiser bezogen. Auch der Hausmeister am OGO macht bei dem Projekt mit, indem er sein Sortiment beim Pausenverkauf entsprechend erweitert hat.

"Fairness und Nachhaltigkeit" nannte George Meister vom Verein "Transfer e.V." als grundsätzliche Bedingung für den Erwerb des Zertifikats, das er an das Team und den Schulleiter überreichte. Seine Mahnung galt auch der Versammlung, beim Einkauf von Produkten "offene Augen" bezüglich Herkunft und Entstehung der Waren zu haben.

FairtradeDas Faitrade-Siegel drückt aus, dass die verwendeten Rohstoffe der Produkte von Organisationen stammen, die soziale, ökonomische und ökologische Standards einhalten. Wesentliche Bestandteile sind das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit sowie die Einhaltung von Umweltstandards.

Das Fairtrade-Team bietet an der Schule Produkte an, die den Erzeugern in den Entwicklungsländern gerechte Preise sichern. Damit verbunden ist die Zielsetzung das Ungleichgewicht im weltweiten Handel abzubauen. Die Fairtrade-Standards bilden den Rahmen für die soziale, ökologische und ökonomische Entwicklung der Produzentenorganisationen und insbesondere auch die Zahlung gerechter Preise an Bauern und Arbeiter. (lg)
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