Panzergrenadierbataillon 122 beginnt 2016 mit Ausbildung für neues Waffensystem
"Marder" hat bald ausgedient

Auch Stabsfeldwebel Klaus Johann Härtl (rechts) ist aus dem Bataillon in eine andere Verwendung verabschiedet worden, er hat sich besonders um die Patenschaft mit der Stadt Oberviechtach verdient gemacht. Bild: frd
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Oberviechtach
15.12.2015
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Das alte Jahr steht kurz vor der Wachablösung. Beim Abschlussappell des Panzergrenadierbataillons 122 zog Oberstleutnant Mario Brux Bilanz und würdigte verdiente Soldaten. Im neuen Jahr gilt einem neuen Waffensystem das Hauptaugenmerk im Verband.

Eine Reihe ranghoher Gäste war zum Jahresabschluss in der Grenzlandkaserne "angetreten". Der Kommandeur des Panzergrenadierbataillons, Oberstleutnant Mario Brux, hieß zunächst Brigadegeneral René Bodemann, Chef der Panzerbrigade 12 Oberpfalz, am Standort willkommen. Ein Gruß galt MdB Karl Holmeier (CSU), den Bürgermeistern Heinz Weigl (Oberviechtach), Birgit Höcherl (Schönsee), Hermann Ach (Moosbach) Rainer Rewitzer (Pleystein) und Andreas Wutzlhofer (Vohenstrauß). Außerdem nahmen Abordnungen der Krieger- und Reservistenkameradschaften aus den Patengemeinden und viele andere Gäste aus dem militärischen und zivilen Bereich teil.

Für Flüchtlinge im Einsatz


Oberstleutnant Brux blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Die vergangenen Monate seien im Wesentlichen durch die tatkräftige Unterstützung seiner Soldaten bei der Flüchtlingshilfe und die Ausbildung einer Vielzahl von Rekruten geprägt gewesen. Für eine Einsatzabstellung nach Afghanistan hielt sich die Truppe fit. Zusätzlich galt es sämtliche Einsatzaufträge sicherzustellen und die taktische Ausbildung in den Operationsarten Angriff und Verzögerung zu meistern. Nicht zuletzt waren die Materialbewirtschaftung und die Versorgung der Soldaten sicherzustellen. Der Kommandeur listete dazu die Aufträge der einzelnen Kompanien auf, die bravourös gemeistert worden seien. Diese Pflichterfüllung habe dem Bataillon Lob von vielen Seiten eingebracht. In einem Ausblick auf das kommende Jahr richtete Oberstleutnant Brux das Augenmerk auf die bevorstehende Umrüstung des Verbandes auf den neuen Schützenpanzer "Puma". Um mit dem neuen Waffensystem umgehen zu können, müssen die Soldaten eine umfangreiche Ausbildung bewältigen. Vorgesehen ist, dass im Jahr 2018 insgesamt 44 neue "Puma"-Panzer in der Grenzlandkaserne stehen, davor müssen noch die bisherigen Schützenpanzer "Marder" ausgemustert werden. Daneben stehen noch vielfältige Schulungen taktischer Art auf dem Plan. Der Bataillonsgefechtstand soll seine Führungsfähigkeit weiter schärfen, zusätzlich warten auf Soldaten, Unteroffiziere und Offiziere vielfältige Aus- und Weiterbildungen. Gerade mit Blick auf die Krisenherde der Welt, könnten neue Entwicklungen innerhalb kürzester Zeit neue Aufträge für die Soldaten bedeuten. Um sich darauf einzustellen, müssten sie ihr "Handwerkszeug" beherrschen, erläuterte Mario Brux.

Von Unglück nicht verschont


Der Kommandeur dankte seinen Soldaten, aber auch den Zivilbediensteten im Standort sowie allen außerhalb der Kaserne, die der Truppe ihren Dienst erleichtert und sie unterstützt haben. Oberstleutnant Brux blieb es nicht erspart, auch in diesem Jahr wieder auf einige Unglücksfälle zurückzublicken, bei denen Soldaten verletzt und sogar zu Tode gekommen sind.

Das Erfreuliche an diesem Jahresabschlussappell war, dass der Kommandeur einige "förmliche Anerkennungen", Auszeichnungen und Beförderungen aussprechen konnte. Einige Soldaten sind in andere Standorte oder in zivile Berufe verabschiedet worden, einigen Führungskräften dankte Oberstleutnant Brux per Auszeichnung mit der Bataillonsehrennadel. Zu ihrer Würdigung erklang noch der "Schlachtruf" des Bataillons - ein dreifaches "Dran, drauf, drüber" aller Soldaten.
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