Pfarrerin Ruth Schlinke fordert zum "Blick auf die eigenen Fehler" auf
Buße fällt nicht leicht

Pfarrerin Ruth Schlinke predigte über die Vergebung. Bild: weu
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Oberviechtach
19.11.2016
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Auch wenn der Buß- und Bettag kein gesetzlicher Feiertag mehr ist, feierte die evangelische Gemeinde diesen Tag mit einem besinnlichen Gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.

Pfarrerin Ruth Schlinke begrüßte dazu eine große Zahl Gläubiger. "Innerhalb einer Gemeinde gibt es nicht Gerechte und Ungerechte", meinte sie in der Predigt, "sondern nur eine Gemeinschaft von Sündern, die angewiesen ist auf Gottes Barmherzigkeit." Paulus zeigt, dass Buße und Bitte um Vergebung sehr persönlich sind und nicht leicht fallen. Es ist viel einfacher, auf die Fehler der anderen zu schauen, als sich die eigene Schuld einzugestehen.

Gott lässt die Menschen nicht hängen. So heißt Buße dann zu sich selber stehen mit dem Blick auf die eigenen Fehler, aber mit dem Wissen um Gottes Gnade und Vergebung. "Die Melodie von Gottes Liebe wird unser Leben auch mitten in einer schuldbehafteten Welt begleiten", so das Fazit an diesem Abend.

Bußtage gibt es in allen Religionen der Welt. Der erste evangelische Buß- und Bettag wurde 1532 von Kaiser Karl V. angeordnet, der sein Volk für die Türkenkriege stärken wollte. Noch 1878 gab es in 28 deutschen Ländern 47 verschiedene Bußtage an 24 verschiedenen Tagen, und erst 1934 galt dieser Tag in ganz Deutschland als gesetzlicher Feiertag. 1995 ist er abgeschafft worden.
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