PI Oberviechtach stellt Kriminalstatstik 2015 vor
Aufklärung bleibt „spitze“

Sehr zufrieden mit der Kriminalstatistik 2015 war der neue Chef der Polizeiinspektion Oberviechtach, Robert Feuerer (Zweiter von links), der diese zusammen mit Stellvertreter Georg Pfannenstein (links) und Karl-Heinz Senft im Rathaus vorstellte. Bürgermeister Heinz Weigl (rechts) begrüßte dazu auch die Bürgermeister Martin Prey (Niedermurach), Hubert Zwack (Gleiritsch) und Sonja Meier (Winklarn) sowie VG-Leiter Anton Brand (von rechts). Bild: Portner
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Oberviechtach
24.05.2016
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Die Kriminalstatistik 2015 zeigt: Die Bevölkerung der Region lebt sicher! Die Inspektion hatte nur acht Fälle mehr als in 2014 zu bearbeiten, wobei weniger Wohnungseinbrüche angezeigt wurden. Leicht angestiegen sind jedoch die Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit.

In Berlin stellte am Montag Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Kriminalstatistik 2015 vor. In Oberviechtach war es der neue PI-Chef Robert Feuerer, der im Rathaus einen Überblick über regionale Fallzahlen gab. Während in Deutschland die Zahl der Wohnungseinbrüche um fast zehn Prozent angestiegen ist und als "besorgniserregend" bezeichnet wird, greift im Grenzland offenbar die Prävention: Im Vorjahr wurde nur ein Einbruch gemeldet; 2014 waren es noch acht.

"Ich habe auf die Statistik 2015 keinen Einfluss gehabt", meinte der Erste Polizeihauptkommissar, der am 1. März vom Polizeipräsidium Niederbayern an die Spitze der Oberviechtacher Inspektion wechselte. Beim Sicherheitsgespräch im Sitzungssaal dankte er nun den anwesenden Bürgermeistern aus Oberviechtach und den VG-Gemeinden für die Teilnahme an seiner Amtseinführung und betonte: "Die Kooperation mit den Kommunen klappt hervorragend!" Das Gebiet der PI umfasst den Altlandkreis Oberviechtach in dem rund 14 000 Menschen leben.

336 Fälle bearbeitet


Wie Feuerer bekannt gab, bleibt die Kriminalitätsentwicklung im Mehrjahresvergleich auf einem ähnlich niedrigen Wert (2015: 336 Fallzahlen; 2014: 328). Im Dienstbereich ist bei den Rohheitsdelikten und Straftaten gegen die persönliche Freiheit ein Anstieg um 13 Prozent zu verzeichnen. Eine spürbare Steigerung ist auch bei den Vermögensdelikten, insbesondere im Bereich der Betrugsarten zu sehen. Hier stiegen die Fallzahlen um mehr als 16 Prozent auf insgesamt 80 Delikte an (siehe Artikel links unten). Gesunken sind die Zahlen im Rauschgift-Sektor von 24 auf 19 Anzeigen im Jahr 2015. "Das ist ein Kontrolldelikt. Bei mehr Kontrollen steigen auch die Fälle", erläuterte Feuerer und informierte, dass der Vorjahreswert durch einige Aufgriffe in 2016 bereits erreicht sei.

Details aus der Statistik


"Die Aufklärungsquote liegt im Bereich der Inspektion bei 75,90 Prozent. Dieses Ergebnis stellt bayernweit einen Spitzenwert dar!", sagte der Erste Polizeihauptkommissar. Er sah dies in einer guten Zusammenarbeit mit Bevölkerung, Presse und Kommunen plus einer akribischen Polizeiarbeit begründet. Die Kriminalitätsstatistik schlüsselt die Deliktsgruppen 2015 wie folgt auf: 80 Vermögens- und Fälschungsdelikte (davon 62 mal Betrug, 8 Urkundenfälschungen); 72 Diebstähle; 72 Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit (davon 52 Körperverletzungen, 10 Bedrohungen); 2 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung; 28 strafrechtliche Nebengesetze; 82 sonstige Straftatbestände (davon 7 mal Widerstand gegen die Staatsgewalt und 4 Straftaten auf dem Umwelt- und Verbraucherschutzsektor).

Interessant für die Bürgermeister waren die auf die Gemeinden aufgeschlüsselten Zahlen. In der Stadt Oberviechtach waren es 2015 insgesamt 176 Straftaten (2014: 174), wovon 130 aufgeklärt sind. Spitzenreiter ist die Straßenkriminalität (Streitigkeiten nach Alkoholkonsum), während die besonders schweren Diebstähle stark abgenommen haben.

In der Gemeinde Gleiritsch gab es 4 Straftaten (2014: 17), wovon 3 geklärt sind. In Niedermurach waren es 9 Anzeigen (2014: 13); wovon 5 abgeschlossen sind. Die Gemeinde Teunz liegt mit 56 Straftaten (2014: 40) im VG-Bereich "vorne"; ebenso mit dem "Super-Aufklärungswert" von 87,5 Prozent. In der Gemeinde Winklarn wurden im Vorjahr 12 Fälle bekannt (2014: 10); geklärt sind 7 Delikte.
Die Aufklärungsquote liegt bei 75,90 Prozent. Dieses Ergebnis stellt bayernweit einen Spitzenwert dar!PI-Chef Robert Feuerer
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