Radlersonntag am Bayerisch-Böhmischen Freundschaftsweg
Petrus bremst die Radler aus

Diese Schönseer verzichteten auf "High Tech" und waren auf ihren alten Drahteseln unterwegs. Bilder: Köppl (2)
Vermischtes
Oberviechtach
25.04.2016
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Zur "Radlerautobahn" wurde der Bayerisch-Böhmische Freundschaftsweg am Sonntag nicht. Durch frostige Temperaturen und Graupelschauer hat Petrus viele Radler ausgebremst. Dass der Radlersonntag dennoch ein Erfolg wurde, lag an den Einheimischen, die ihre Vereine nicht im Stich ließen.

Schönsee/Schwarzach. Die "Wetterfrösche" hatten mit ihren Prognosen - leider - recht. Nach einer frostigen Nacht mit Minus-Temperaturen hatte es in Schönsee gerade mal Null Grad, als die ersten Radler gestern um 9.30 Uhr auf die 45 Kilometer lange Strecke Richtung Wölsendorf fuhren. Es war übrigens eine 16-köpfige Abordnung der Feuerwehr aus Pittersberg, für die der Radlersonntag seit vielen Jahren zum "Pflichtprogramm" gehört. Wenig später schwenkte als wohl stärkste Gruppe des Tages vom Schönseer Bauhof aus mit 45 Teilnehmern die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Altendorf mit den Patenvereinen Nabburg und Auerbachtal auf die Trasse. Wer sich mit Mütze, Schal, dicker Jacke und Handschuhen warm eingepackt hatte, konnte dem "Böhmischen" getrost trotzen.

Ein Glück, dass es bis zur Gaisthaler Station nicht weit war. Die Vereinsgemeinschaft hatte den Stodl gemütlich aufgewärmt und zusätzlich heizte die Gaisthaler Jugendband die Stimmung an. Als erstes "Extra des Tages" konnten die Gäste ein Radlerfrühstück genießen und gleich ein Weißwurstfrühstück folgen lassen. Doch recht lang hielten sich die meisten Radler heuer nicht - der Wetterbericht hatte nämlich ab dem Nachmittag Regen- und Graupelschauer vorausgesagt und deshalb wollten viele die Strecke bis dahin bewältigt haben. Aus schwarzen Wolken kamen dann zwar schon am Vormittag Schneeflocken, aber die waren nicht der Rede wert. Als es dann am Mittag Entwarnung wegen der Schlechtwetterfront gab, ließen sich die Radler an den Stationen auch mehr Zeit zum Essen, Trinken und zur Unterhaltung. Dass die Vereine nicht übermäßig auf den vorbereiteten Schmankerln sitzen blieben, ist eher den Einheimischen zu verdanken. Die machten in ihren Orten aus dem Radlersonntag kurzerhand gemütliche Dorffeste. (Seite 31)
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