Reformationsgedenken 2017 vorbereiten
Vom Konflikt zur Gemeinschaft

Dekan Alfons Kaufmann (links) und das evangelische Pfarrerehepaar Ruth und Norbert Schlinke (rechts) dankten Pastoralreferenten Johannes Geiger für den informativen Abend im Pfarrheim. Bild: weu
Vermischtes
Oberviechtach
21.11.2016
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Beim Reformationsgedenken 2017 geht es um die ökumenische Selbstverständlichkeit. In Oberviechtach wird diese seit Jahren groß geschrieben. Ein "Projekt" bezieht sich auf die Feiertage.

Dekan Alfons Kaufmann hatte katholische und evangelische Christen zu einem ökumenischen Gesprächsabend ins Pfarrheim eingeladen. Viele interessierte Gläubige waren gekommen, um im Vorfeld des Reformationsgedenkens, das 2017 begangen wird, über den aktuellen Stand informiert zu werden und zu diskutieren.

Dazu wurde Pastoralreferent Johannes Geiger aus Wunsiedel eingeladen, der auch der geschäftsführende Bildungsreferent der Katholischen Erwachsenenbildung in Wunsiedel ist. Bei dem Thema "Vom Konflikt zur Gemeinschaft bis hin zum Reformationsgedenken 2017" ging es um die ökumenische Selbstverständlichkeit vor Ort, die in Oberviechtach ja sehr groß geschrieben wird, sowie um den theologischen Stand der Kirchen.

An diesem Abend zeigte der Referent das Büchlein "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" vor, das 2013 vom Lutherischen Weltbund und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen herausgegeben wurde. Anhand dieser Schrift stellte er fest, dass in erstaunlich vielen Punkten auf dem Weg zur "Einheit in versöhnter Verschiedenheit" schon einiges erreicht worden ist.

Sein Hauptaugenmerk legte Geiger auf den offiziellen Stand der Ökumene auf Höhe der Zeit, insbesondere zu den Hauptthemen "Rechtfertigung", "Eucharistie", "Amt" und "Schrift und Tradition". Natürlich war an diesem Abend auch Raum gegeben, praktische Ideen zur ökumenischen Begegnung vor Ort zu sammeln, insbesondere zur Gestaltung des Reformationsgedenkens 2017. So wurden mehr ökumenische Begegnungen und gemeinsame ökumenische Fahrten vorgeschlagen.

Da Oberviechtach schon mit sehr vielen gemeinsamen Aktivitäten gesegnet ist, sind weitere neue Möglichkeiten doch eine zusätzliche Belastung für die Geistlichen. Besser wäre es, bestehende Feste, Gottesdienste und Feiern gegenseitig zu besuchen, war das Fazit. Ein Beispiel wäre die Teilnahme von evangelischen Christen an einer Fronleichnamsprozession, oder katholische Christen besuchen den Gottesdienst zum Buß-und Bettag. Abschließend bedankte sich Pfarrer Schlinke bei dem Referenten und wünschte dem ökumenischen Gedanken eine gedeihliche Entwicklung.
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