Seit einem Jahr gibt es einen Begegnungsnachmittag mit Flüchtlingen
Miteinander leben und feiern

Die Gruppe "Allerhand Saiten" und die "Vöichtacher Sängerinnen" stimmten zusammen mit Musik und Gesang auf die Weihnachtszeit ein, was den Asylbewerbern die Kultur rund um die Festtage ein wenig aufzeigte.
Vermischtes
Oberviechtach
23.12.2015
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Seit knapp einem Jahr gibt es in Oberviechtach einen Begegnungsnachmittag mit den Flüchtlingen. Beim Treffen vor Weihnachten weckte die Geschichte der Heiligen Nacht - vorgetragen in deutscher, englischer und arabischer Sprache - den Wunsch nach Frieden in der Welt.

Ziemlich genau vor einem Jahr saß der Arbeitskreis des Pfarrgemeinderates "Caritas und Soziales" zusammen und beriet darüber, wie die Asylbewerber die nach Oberviechtach kommen, im Sinne der christlichen Nächstenliebe aufgenommen und in die Bevölkerung integriert werden könnten.

Ohne jeden Zwang


Dabei waren sich alle einig, dass dazu eine freiwillige Form des Treffens gewählt werden müsse, die den Asylbewerbern das Gefühl gibt, ohne jeden Zwang in eine Gemeinschaft aufgenommen zu werden, die sich um sie kümmert und versucht, Hilfestellung zu geben, um das Leben fern der Heimat zu erleichtern. So haben sich die Mitglieder dieses Arbeitskreises, mit Angelika Vogl an der Spitze, zusammen mit einigen freiwilligen Helfern und den Asylbewerbern jeden Freitagnachmittag im Untergeschoss des katholischen Pfarrheimes eingefunden. Bei Kaffee, Kuchen und Getränken wurde aus den Kulturen erzählt und sich kennengelernt. Da sich der Sommer heuer von seiner besten Seite gezeigt hat, konnten viele dieser Treffen auch im Freien stattfinden, wobei sich die jüngeren Teilnehmer beim Ballspielen, Malen und Herumtollen besonders wohl gefühlt haben.

Kleine Jahresbilanz


Das letzte Treffen vor Weihnachten fand im größeren Rahmen im evangelischen Gemeindesaal statt. Wie Angelika Vogl bei ihrer "kleinen Jahresbilanz" ausführte, war man auch gemeinsam auf einer Radltour unterwegs und kehrte bei Rita Biegerl in Lind und bei Gaby Gilch in Schönthan ein, die sich beide auch jeden Freitag mit einbringen. Aus diesen Treffen sind schon viele Freundschaften entstanden, und die Gesichter der Flüchtlinge hellen sich sichtbar auf, wenn sie ihren Freunden im täglichen Leben begegnen.

Zu denen, die sich immer wieder kümmern, gehören auch Stadtpfarrer Alfons Kaufmann und der evangelische Pfarrer Dr. Harald Knobloch, die es besonders begrüßen, dass sich Angehörige beider Kirchen gemeinsam engagieren und viel Zeit investieren. Vogl dankte bei dieser Gelegenheit auch allen Spendern und Sponsoren, die zusammen mit den Helfern diese Treffen am Freitag erst möglich machen und damit ihren Beitrag zum guten Miteinander leisten.

In drei Sprachen


Den beiden Pfarrern galt im evangelischen Gemeindesaal der besondere Willkommensgruß, wie auch den Musikerinnen, die sich "Allerhand Saiten" nennen und zusammen mit den "Vöichtacher Sängerinnen" auf das nahe Weihnachtsfest einstimmten. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ nicht nur bei den über 30 anwesenden Flüchtlingen das Vorlesen der Geschichte der Heiligen Nacht in deutscher, englischer und arabischer Sprache.

In diesen Minuten war zu spüren, wie schön das Leben sein könnte, wenn sich alle Menschen in Frieden begegnen.
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