Slalom und Schräglage trainiert

Die Teilnehmer am Motorrad-Sicherheitstraining der Verkehrswacht lernten viel über das Beherrschen der Maschine und über das richtige Verhalten in Gefahrensituationen. Bild: frd
Vermischtes
Oberviechtach
21.09.2016
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Gerade beim Motorrad gilt: Der Könner fährt kontrolliert und defensiv. Um in brenzligen Situationen richtig reagieren zu können, lud die Verkehrswacht zu einem Trainingstag ein. Gefahren lauerten dabei viele.

Schon bei der Führerscheinprüfung wird das Beherrschen des Motorrades verlangt, doch das richtige Fahren wird erst in der Praxis gelernt. Deshalb hatte die Verkehrswacht, Ortsverband Oberviechtach, die Motorradfahrer der Region zu einem Verkehrssicherheitstag in die Grenzlandkaserne eingeladen. Drei weibliche und neun männliche Biker absolvierten auf dem Appellplatz ein intensives Training. Sie zeigten dabei ein Verantwortungsgefühl gegenüber sich selbst und den anderen Verkehrsteilnehmern.

Oft nicht schuld


Vorsitzender Rudolf Leibl gab als Fahrlehrer formale und technische Hinweise und kleine Veränderungen in gesetzlichen Regelungen für all jene bekannt, die ihre Führerscheinprüfung schon etwas länger hinter sich haben. Er informierte über die besondere Fahrdynamik und die damit verbundenen Gefahren beim Motorradfahren. Dabei merkte er auch an, dass bei vielen Unfällen nicht die Motorradfahrer, sondern sehr oft andere Verkehrsteilnehmer bei Abbiegevorgängen die Schuld tragen. Deshalb gelte es, vorausschauend zu fahren und lieber auf einen Überholvorgang zu verzichten, wenn eine Ein- oder Ausfahrt in der Nähe ist.

Besonderes Gefahrenpotential lauert bei abgefahrenen Reifen, ungünstigen Reifenkombinationen, falschen Reifendruck, schadhaften Dämpfer oder schlecht eingestellte Lager. Welche körperlichen Schäden ein Biker bei Unfällen und Rutschvorgängen ohne die richtige Bekleidung erleiden kann, wurde erst kürzlich beim "Schleiftest" am Jubiläumsfest der Verkehrswacht anschaulich demonstriert. Der Fahrzeug-Check vor jeder Fahrt sollte eine Selbstverständlichkeit sein, ebenso das Tragen eines TÜV-geprüften Helmes, der bei Stürzen zum Lebensretter werden kann.

Rundkurs und Wippe


Nach der Theorie ging es dann "auf die Piste". Am Appellplatz waren Parcours zum Slalomfahren, Durchfahren von Engstellen und ein Rundkurs vorbereitet. Auch die drei jungen Damen zeigten beim Überfahren einer Wippe oder bei der Notbremsung, dass sie ihr Fahrzeug beherrschen. Konzentration war beim Fahren in einer engen Linie und auch beim "Schneckentempo" gefordert.

Nicht alles klappte auf Anhieb und so manches Mal musste der Fuß abgesetzt werden, doch schließlich waren die Biker ja zum Trainieren gekommen. Einige wollen auch beim nächsten Mal dabei sein, wenn die Verkehrswacht mit Rudi Leibl, einigen Fahrlehrern und dem ehemaligen Polizeichef Hans Kiesl diese tolle Trainingsmöglichkeit anbietet. Damit trägt der Verein viel zur Verbesserung der Sicherheit auf den Straßen bei.
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