Soldatenfreizeitheim Oberviechtach
Vorfreude auf Wiedereröffnung

Vermischtes
Oberviechtach
26.10.2016
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Darauf hat die Region seit vielen Monaten gewartet: Das Soldatenfreizeitheim Oberviechtach (Emil-Kemmer-Haus) öffnet im Januar wieder seine Pforten. Das Geheimnis um die neuen Pächter wurde bei der Kuratoriumssitzung Anfang der Woche gelüftet.

Oberstleutnant Christoph Huber, Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122, strahlte am Montag bei der Kuratoriumssitzung im Offiziersheim der Grenzlandkaserne mit Bürgermeister Heinz Weigl um die Wette. Denn nach langer Suche sind mit zwei Gastronomieprofis aus Tschechien neue Pächter für das Soldatenheim gefunden worden. "Beide haben ihr Handwerk von der Pike auf gelernt und in namhaften Gastronomiebetrieben auch schon in Deutschland Erfahrungen gesammelt", sagte Huber.

Restaurant und Bistro


Die Führung des Oberviechtacher Soldatenheimes obliegt künftig Michael Stovicek (50) und Frantisek Adámek (32), die zusammen die "Gastro Praga GmbH" gegründet haben. Während Stovicek als Geschäftsführer fungieren wird, liegt der Aufgabenbereich von Adámek im Bereich der Küche. Die beiden Pächter stellten sich selber vor (siehe Kasten). Sie freuen sich darauf, ihr Wissen und Können nun in der Eisenbarth-Stadt unter Beweis stellen zu können. Dabei hoffen sie auf einen Vertrauensvorschuss seitens der Soldaten und der Bevölkerung.

Wie betont wurde, wird der Montag als Ruhetag beibehalten; während der Woche wird das Haus ab 16 Uhr geöffnet sein (Öffnungszeiten werden noch bekanntgegeben). Das neue Bistro im Erdgeschoss steht sowohl den Soldaten als auch der Zivilbevölkerung für Feste und Feiern zur Verfügung. Dazu müssen allerdings rechtzeitig Absprachen mit den Pächtern getroffen werden. Ist der Betrieb im Soldatenheim erst einmal wieder "angelaufen", so ist angedacht, auch an den Wochentagen einen Mittagstisch anzubieten. Neben der "normalen Speisekarte", werden an Sonn- und Feiertagen besondere saisonale Gerichte angeboten oder zum Brunch eingeladen. Wie die beiden neuen Pächter betonten, werden die Gerichte durchwegs frisch gekocht und dazu die Lebensmittel in der Region eingekauft. Ihre künftigen Gäste, ob Soldaten oder Zivilbevölkerung, wollen sie durch gutes Essen, durch ein akzeptables Preis-Leistungsverhältnis und mit einem gewissen "Wohlfühl-Faktor" zum Wiederkommen animieren

Das Soldatenheim wird ab Januar 2017 seine Tore öffnen; der offizielle Startschuss ist am 12. Januar mit dem Neujahrsempfang geplant. Im Herbst soll dann auch die große Feier "50 Jahre Soldatenheim Oberviechtach" stattfinden. "Nun liegt es aber an den Soldaten und der Bevölkerung, das Haus wieder anzunehmen", betonte Bürgermeister Heinz Weigl.

Wahlen im Kuratorium


Bei der Sitzung hatte das Kuratorium auch Nachwahlen vorzunehmen, da Mitglieder versetzt worden waren oder die Amtsdauer abgelaufen ist. Bestätigt oder neu gewählt wurden: Hauptmann Enrico Paul (Schriftführer), Obergefreiter David Nutz (stellvertretender Schriftführer), Stabsfeldwebel Werner Gläß (Schatzmeister), Oberfeldwebel Anne Wendler (stellvertretende Schatzmeisterin). Als Beisitzer wurden Reinhold Malzer und Wilfried Neuber bestätigt.

Zwei Profis für das SoldatenheimMichael Stovicek (50) hat nach der Schule eine Lehre als Restaurantfachmann absolviert und im Anschluss daran eine Hotelfachschule besucht. Nach der Ausbildung hat er in Gastronomiebetrieben in seiner tschechischen Heimat, aber auch in Tübingen (Baden-Württemberg) und in Österreich in Vier- und Fünf- Sterne-Hotels Erfahrungen im Hotelmanagement gesammelt. Derzeit arbeitet er noch - zusammen mit Koch Frantisek Adámek (35 Jahre) - als Restaurantleiter in einem Gastronomiebetrieb in Niederbayern. Daran wird sich nun die Selbständigkeit im Soldatenheim anschließen, wofür er sich mit seiner mittlerweile 30-jährigen Berufserfahrung gut gerüstet sieht.

Frantisek Adámek hat sich nach Ablauf seiner Schulzeit der Küche verschrieben und eine Ausbildung zum Koch in einem größeren Hotel in Prag absolviert, wo er im Anschluss daran noch weitere zehn Jahre gearbeitet hat. Mit wie viel Leidenschaft und Ehrgeiz er seinen Beruf ausübt, hat er bewiesen, als er bei einem Wettbewerb den dritten Platz als "Tschechischer Koch des Jahres 2014 " erreichte. Auch die deutsche Küche beherrscht Adámek durch seine Arbeit als Koch in Karlsruhe und in Niederbayern. Beste Voraussetzungen also auch für ihn, den Geschmack der Region mit seinen Speisen zu treffen. (frd)
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