Sperrung der Bezirksamtstraße bald vorbei
Vollausbau in der Zielgeraden

Noch türmt sich der Erdhaufen im unteren Bereich der Bezirksamtsstraße. Doch schon übernächste Woche - voraussichtlich am 21. Juni - wird die erste Asphaltschicht auf die knapp 100 Meter lange Fahrbahn aufgebracht. Bis Mitte Juli sind dann die Geschäfte und auch die Behörden im ehemaligen Landratsamt, sowie Zulassungsstelle und Polizeiinspektion wieder ohne Barrieren erreichbar. Bilder: Portner (3)
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Oberviechtach
10.06.2016
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Vorarbeiter Alois Sorgenfrei setzt die letzten Schächte ein.

Beim Austausch der Wasser- und Kanalrohre ging es ziemlich nass her. Doch trotz Dauerregens ist der Zeitplan für den Vollausbau der Bezirksamtstraße nicht in Gefahr. Die Maßnahme - für welche Landkreis und Stadt etwa in gleicher Höhe in die Tasche greifen - peilt die Zielgerade an.

Bevölkerung und Gewerbetreibende waren nicht gerade erfreut, als im Frühjahr die Straßen- und Kanalbauarbeiten in der Bezirksamtstraße starteten. Die ab Mitte April erlassene Vollsperrung konnte zwar noch etwas hinausgezögert werden, doch seit etlichen Wochen ist die "Ämtermeile" auf der Kreisstraße weder für Autofahrer noch für Radfahrer oder Fußgänger passierbar. Nachdem der Parkplatz der Sparkasse ungehindert angefahren werden kann, klappt der "Parteiverkehr" in der Verwaltungsgemeinschaft und der Agentur für Arbeit im ehemaligen Landratsamtsgebäude. Auch Zulassungsstelle und Gesundheitsamt sowie die Geschäfte auf der gegenüberliegenden Straßenseite blieben gut erreichbar.

Synergieeffekt


"Die Sperre dauert längstens bis zum 10. Juli", lautete die Meldung aus dem Landratsamt zu Beginn der Baumaßnahme. "Wir liegen im Zeitplan", freut sich Pressesprecher Hans Prechtl am Donnerstag auf Nachfrage der NT-Lokalredaktion. "Es gab zwar letzte Woche Verzögerungen aufgrund des vielen Regens, aber die wurden wieder aufgeholt!" Übernächste Woche (25. KW) wird die erste bituminöse Tragschicht auf der rund 100 Meter langen Ausbaustrecke aufgebracht. Die Randsteine sind gesetzt; jetzt werden im unteren Bereich die letzten Schächte eingebaut. "Neubau der Kreisstraße mit Neuverlegung bzw. Sanierung der Ver- und Entsorgungsleitungen im Auftrag des Leitungsbetreibers für Kanal und Wasser", so der Titel der Maßnahme. Was bedeutet, dass der Landkreis beim Ausbau der Straße gleichzeitig die Leitungen für Wasser und Kanal - diese gehören der Stadt Oberviechtach - erneuert. "Der Bürger erwartet Synergieeffekte", betont Hans Prechtl und so werde alles in einem Zug und von einer Firma ausgeführt - in diesem Fall vom ortsansässigen Bauunternehmen Baumer.

Wie Michael Baumer am Donnerstag auf NT-Nachfrage erklärte, wurden alle Wasserleitungsrohre (PE) neu verlegt. Zehn Kanalstellen wurden saniert und dabei schadhafte Steinzeugrohre ausgetauscht. Die erste Asphaltschicht wird am 21. Juni aufgebracht. Doch vorher müssen noch Kabel im Straßenbereich zwischen dem Laden von Maria Biebl/Bäckerei Schmid und der Sparkasse verlegt werden, wozu die Zufahrt halbseitig gesperrt wird. Amtsleiter Wolfgang Ruhland von der Stadtverwaltung informiert, dass auch einige Hausanschlüsse, sofern notwendig, erneuert wurden. Mit dem Vollausbau werde eine geringfügige Straßenaufweitung im Bereich der Bushaltestelle erreicht. Der große Gedenkstein an dieser Stelle wird in Richtung Zahlweingarten versetzt.

Im Kostenplan


Die Maßnahme bleibt nicht nur im Zeitplan - laut dem Pressesprecher des Landratsamtes trifft dies "aus heutiger Sicht" auch für die Kosten zu. Der Landkreis rechnet mit rund 250 000 Euro für seinen Anteil. Hier ist allerdings aus fördertechnischen Gründen auch der Kreuzungsumbau mit Ampelanlage und der Bauabschnitt I (Ausbau Bezirksamtstraße/Staatsstraße) enthalten. Auf die Stadt Oberviechtach kommen für den Austausch der Kanal- und Wasserleitungen rund 240 000 Euro zu.
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