Spielmannszug und Stadtkapelle wollen künftig noch ein besseres Bild abgeben – Fleißig ...
„Marsch-Coaching“ in der Kaserne

"Auf und nieder, immer wieder" marschierten die Stadtkapelle (links) und der Spielmannszug unermüdlich den Kasernenhof ab. Bild: ekl
Vermischtes
Oberviechtach
23.05.2016
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Spielmannszug und Stadtkapelle wollen künftig ein noch besseres Bild abgeben. Dafür wurde nun fleißig trainiert. Das ging auch ohne Instrumente.

Neben Konzerten und der Probenarbeit absolvieren die Musikkapellen viele Festzüge im Jahreslauf und präsentieren bei auswärtigen Terminen dabei auch die Heimatstadt.

Korrektes Marschieren bedeutet, dass die Reihen in den Kurven sauber parallel bleiben und keiner aus der Reihe tanzt. Der Spielmannszug und die Stadtkapelle haben sich aus diesem Grund zusammengetan, um bei den nächsten Festzügen ein noch besseres Bild abzugeben. Und hierfür bekamen sie Unterstützung: Der Marschbeauftragte des Nordbayerischen Musikbundes, Eduard Marpoder, kam nach Oberviechtach und trainierte mit den beiden Klangkörpern.

Nachdem die Orchester einen kleinen Einblick in ihr derzeitiges "Marschierkönnen" gegeben hatten, erklärte der Experte zunächst grundlegenden Sachen und gab wertvolle Tipps. Hier ging es hauptsächlich um die Ausrichtung in den einzelnen Reihen und zum Vordermann, damit keine Reihe schief dasteht. Nach der Theorie folgte die Umsetzung und die Klangkörper marschierten in der Grenzlandkaserne auf und ab, gerade aus, Kurven, mit und ohne Instrument, solange, bis die Ausrichtung einigermaßen stimmte.

Mittags konzentrierten man sich noch einmal speziell auf das richtige Marschieren vor, während und nach Kurven, um so auch den "Ernstfall" bei Festzügen zu simulieren. Auch die große und die kleine Wende wurden unermüdlich geübt, um elegant die Marschrichtung wechseln und um das eigene Können auch angemessen zur Schau stellen zu können.

Auch die Kommandos, die der Dirigent zum Beispiel bei einem sogenannten "Abriss" geben muss, wurden geübt. Bei dem Abriss wird das Stück durch die Schläge des Schlagzeugers an der großen Trommel unterbrochen und die Musiker bringen ihre Instrumente in die Ruhehaltung. Als abschließenden Rat legte Marpoder beiden Vereinen nahe, zukünftig öfter Marschproben zu veranstalten um die Qualität weiter zu verbessern und am Ball zu bleiben.

Nach fast sechs Stunden Paradieren auf dem Kasernengelände waren die meisten der Musiker aber heilfroh, zu Hause die Füße hochlegen zu können. Das Gelernte werden sie so schnell nicht wieder vergessen, denn Auftritte im weltlichen und kirchlichen Bereich folgen in Kürze.
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