Stellvertretender Bataillonskommandeur Oberstleutnant Henry Kunze sagt zum zweiten Mal Adieu
Versiert im Abschiednehmen

Bürgermeister Heinz Weigl (Mitte) verabschiedete sich vom bisherigen stellvertretenden Bataillonskommandeur Oberstleutnant Henry Kunze (links), der seinen Nachfolger Oberstleutnant Lars Obst ins Rathaus mitgebracht hatte. Bild: frd
Vermischtes
Oberviechtach
08.11.2016
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Nichts ist im Soldatenberuf beständiger als der Wechsel. Wer die Karriereleiter hinaufklettern möchte, muss immer wieder neue Dienstposten besetzen. Jetzt hieß es Abschied nehmen vom stellvertretenden Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Henry Kunze.

Ein oft zitiertes Sprichwort sagt: Wer als Soldat nach Oberviechtach kommt, weint zweimal. Einmal, weil er vor der Abordnung in die Oberpfalz noch nie etwas von der Eisenbarthstadt gehört hat und zum zweiten Mal, wenn er Oberviechtach wieder verlassen muss und es ihm hier so gut gefallen hat.

Offiziersschule


Der stellvertretende Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Henry Kunze, hat schon früher einmal als Kompaniechef der "Ersten" in Oberviechtach gedient. Nachdem er nun wieder als Stellvertreter des Kommandeurs hervorragende Arbeit geleistet hat und zu einer neuen Verwendung an die Offiziersschule nach Dresden versetzt wird, fällt ihm auch ein zweites Mal das Weggehen von Oberviechtach schwer. Das betonte er bei seinem Abschiedsbesuch bei Bürgermeister Heinz Weigl im Rathaus einige Male. Oberstleutnant Kunze stellte bei dieser Gelegenheit auch seinen Nachfolger auf diesem Dienstposten vor: Oberstleutnant Lars Obst übernimmt diese Aufgabe.

Gutes Miteinander


Kunze würdigte das gute Miteinander von Soldaten und Zivilbevölkerung am Oberviechtacher Standort. Auch in den Patengemeinden werde der Zusammenhalt intensiv gelebt, die Soldaten würden ganz selbstverständlich dazugehören und das Gemeinschaftsleben mitgestalten. Der scheidende stellvertretende Kommandeur ging auch auf seine neue Verwendung an der Offiziersschule in Dresden ein. Er freue sich, dass er seine reichhaltigen, vor allen Dingen auch in zahlreichen Auslandseinsätzen gemachten Erfahrungen, nun an die jungen Offiziersanwärter weitergeben kann. Damit wolle er den Nachwuchs fit für die angestrebte Führungsfunktion in der Bundeswehr machen.

Zuletzt in der Mongolei


Der neue stellvertretende Bataillonskommandeur gehört eigentlich schon seit ein paar Monaten dem Oberviechtacher Bataillon an und war zuletzt zwei Monate in der Mongolei eingesetzt (wir berichteten). Dort hatte er die Leitung einer Ausbildungsunterstützung, bei der die Panzergrenadiere die mongolische Armee bei deren Einsatzvorbereitung für die Mission im Norden von Afghanistan zur Seite standen.

Oberstleutnant Lars Obst konnte zuvor schon in Neapel Erfahrungen sammeln. Von Oberviechtach hat er schon viel Positives gehört und freut sich nun, in diesem traditionsreichen und stolzen Panzergrenadierbataillon 122 an maßgeblicher Stelle wirken zu können. Bürgermeister Weigl hieß Oberstleutnant Obst in der Garnisonsstadt Oberviechtach herzlich willkommen und gab seinem Vorgänger die besten Wünsche für die Zukunft mit auf den Weg.

Der Abschied von Oberviechtach fällt mir schwer.Oberstleutnant Henry Kunze
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