Tag der offenen Tür zum Jubiläum
Tausende stürmen Kaserne

Das "Gefecht" auf dem Übungsplatz zog die Zuschauer in Scharen an. Aber auch in der Kaserne gab es anschließend viel zu sehen. Bilder: frd (6)
Vermischtes
Oberviechtach
27.06.2016
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Wenn Soldaten Gäste einladen, ist alles generalstabsmäßig geplant. Sturm und Regen forderten am Samstag dann auch "Plan B" mit Rückzug ins Bierzelt. Der "Tag der offenen Tür" am Sonntag lief aber wie am Schnürchen. Nur bei der dynamischen Waffenschau gab es im "Gefechtsverlauf" einen Ausfall. Doch auch das war kein Zufall.

Das Jubiläum "55 Jahre Garnisonsstadt Oberviechtach" startete am Sonntag mit einem Festgottesdienst. Auch viele zivile Gäste hatten sich dazu im Festzelt eingefunden. Militärpfarrer Alexander Prosche stellte in seiner Predigt fest, dass die Kaserne nur einen Tag lang die Tore für alle öffnen könne. Bei Jesus sei das anders, er halte seine Türe zu jeder Tages- und Nachtzeit offen. Doch vor dem Eintreten ins ewige Leben müsse aller weltlicher Ballast abgelegt werden.

In die Fürbitten wurden alle Soldaten eingeschlossen, die bei Unfällen oder Kampfeinsätzen ums Leben gekommen sind. Die Band "Exit" umrahmte die Feier mit Musik. Nach dem Frühstück der geladenen Gäste im Offiziersheim, unter ihnen ranghohe Ehrengäste von militärischer und ziviler Seite, startete die dynamische Waffenschau. Dabei wurde ein Kampfeinsatz einer Patrouille gezeigt: Ein Schützenpanzer war in eine Sprengfalle geraten und musste mit der verwundeten Besatzung geborgen werden.

Im weiteren Verlauf des Tages war den Besuchern mit Geräte- und Fahrzeugschau, einer fundierten Beratung zum "Beruf Soldat", beim Mitfahren mit Bundeswehrfahrzeugen, bei der Kinderbetreuung mit Schlauchbootfahrten, an den Schießsimulatoren, beim "Leben im Felde", beim militärischen Modellbau und vielen weiteren Stationen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Dass auch die "Blaulichtkräfte" mit eigenen Stationen eingebunden waren zeigt, dass die Soldaten, falls erforderlich, mit der Zivilbevölkerung eine Einheit bilden.

Es gab Bundeswehr-Eintopf und eine gute Verpflegung. Die vielen tausend Besucher - gezählt hat sie niemand - waren von dem, was da über den ganzen Tag hinweg geboten worden ist, sehr begeistert.
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