Über 1000 Stunden investiert
Feuerwehr sonnt sich im Erfolg: 150-Jähriges gut über die Bühne gebracht

Ulrich Beck (Mitte) wurde für vier Jahrzehnte aktiven Dienst mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet. Dazu gratulierten Kreisbrandinspektor Richard Fleck (rechts) und Kreisbrandinspektor Marek Engelmann (links). Bild: frd
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Oberviechtach
07.01.2016
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Ein "Festjahr der Superlative" sollte auch in der Jahresbilanz gebührend aufgearbeitet werden. Die Stützpunktwehr Oberviechtach nahm sich in ihrer Jahreshauptversammlung fast vier Stunden Zeit dafür und dabei kam auch die Jugend ausführlich zu Wort.

Im Vereinslokal Grundler zog Vorsitzender Hans Rossmann Bilanz und gedachte dabei auch der verstorbenen Vereinsmitglieder Fritz Schießl, Franz Bauer und David Plecher, die dem Verein über viele Jahrzehnte hinweg die Treue gehalten hatten. Schriftführerin Petra Hösl erinnerte an die umfangreichen Vorbereitungen für das Jubiläum: Die Feuerwehr wurde im vergangenen Jahr 150 Jahre alt. Der frühere Vorsitzende Reinhold Pronold hatte dafür noch vor seinem Tod die Weichen gestellt. Festleiter Paul Bauer, Vorsitzender Rossmann und ein "hervorragend besetzter Festausschuss" hätten das Jubiläum zu einem "Fest der Superlative" gemacht.

Immer engagiert


Auch für Jugendwart Thomas Grundler war ein Jubiläum der Höhepunkt: Die Jugendfeuerwehr wurde 25 Jahre alt. Außerdem gab es eine "Birkerlaktion", die Jugendolympiade in Haag, den "Hausbau" für eine Übung beim Gründungsfest und den Besuch der Geisterwanderung in Nittenau. Trotz Jubiläum kamen Übungen zum Truppmann, die Ausbildung an den Feuerwehrgerätschaften oder bei Wasserentnahmeübungen nicht zu kurz. Überall zeigten die Feuerwehranwärter Engagement, beispielsweise auch beim Aufbau für den Faschingsball. Beim Ablegen von Wissenstesten und Wettkämpfen demonstrierten sie einen guten Ausbildungsstand.

Insgesamt investierten die 20 Feuerwehranwärter, darunter acht Mädchen 33,5 Stunden in die Jugendarbeit und 41,5 Stunden in die Ausbildung. Der Leiter "First Responder", Martin Grundler, berichtete von 60 Einsätzen, darunter 51 Notfälle. An acht Abenden fielen 97,5 Übungsstunden an. Die Oberviechtacher First-Responder-Gruppe verfügt derzeit über 3 Rettungsassistenten, einen Rettungsanwärter, 6 Rettungshelfer und 12 ausgebildete Sanitäter.


Kommandant Dietmar Hein berichtete von 116 Einsätzen, darunter 18 Brände, 29 technische Hilfeleistungen, 60 First-Responder-Einsätze, 3 Sicherheitswachen und 6 Fehlalarmierungen. 1238 Stunden kamen so im ehrenamtlichen Dienst zusammen. Bei Ausbildungen, Lehrgängen, Übungen und sonstigen Einsätzen für die Feuerwehr fielen weitere 1200 Stunden an.
Als Paradebeispiel für Leistungsbereitschaft und Einsatzwillen erfuhr Ulrich Beck eine Ehrung durch Kreisbrandinspektor Richard Fleck und Kreisbrandmeister Marek Engelmann.

Ein Vorbild


Für 40 Jahre aktiven Dienst wurde er mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold gewürdigt. Beck sei ein zuverlässiger und stets einsatzbereiter Feuerwehrmann, der der Jugend als Vorbild dienen könne, meinte Kommandant Hein.

Festleiter Paul Bauer und Vorsitzender Hans Roßmann riefen noch einmal die Vorbereitungen für das Jubiläum in Erinnerung. Vor allen Dingen dem Festausschuss gebühre ein Lob. Anerkennenswert sei auch die Leistung der Senioren, die eine stolze Summe für die Festschrift gesammelt hatten. Roßmann dankte in diesem Zusammenhang allen Helfern, die zum Fest beigetragen haben. Das wichtigste sei bei so einem Fest nicht Gewinn oder Verlust, sondern die Tatsache, dass das Jubiläum zu einem "Fest der Superlative" ohne Unfälle wurde . Seniorenbetreuer Hans Lößl berichtet von den monatlichen Stammtischtreffen in Gastronomiebetrieben im Stadtgebiet und im Feuerwehrgerätehaus und lud alle "Ü-50er" ein, daran teilzunehmen. Ein weiterer Bericht folgt.
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