Verein „Humanitäre Hilfe für die Ukraine – Altlandkreis Oberviechtach“ ist aufgelöst
Ukrainehilfe wird in einem Verein gebündelt

Das Vorstandsteam hat einstimmig die Auflösung des Vereins "Humanitäre Hilfe für die Ukraine - Altlandkreis Oberviechtach" beschlossen. Außer Simone Fröhlich (rechts) waren alle bei der Vereinsgründung im Februar 1993 dabei. Wilfried Neuber (links) hat den Verein in diesen 22 Jahren ununterbrochen geführt. Bild: frd
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Oberviechtach
01.01.2016
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Am 3. Februar 1993 wurde der Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine - Altlandkreis Oberviechtach" gegründet. Dies ist nun Geschichte, denn die Auflösung wurde am Dienstag einstimmig beschlossen.

Vor 22 Jahren nahm der Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine - Altlandkreis Oberviechtach" seine Arbeit auf. Immerhin acht der Gründungsmitglieder, die auch die tragenden Säulen dieses Vereins gewesen sind, waren bei der Auflösungsversammlung im AWO-Mehrgenerationenhaus dabei. Sie sahen es als richtig an, die Hilfe für die Ukraine in einem Verein der Region zu bündeln. Eine Fusion mit dem Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine in Bayern" wäre bürokratisch zu aufwendig und mit einigen Kosten verbunden gewesen.

Aktive Jahre


Bei der Versammlung im Februar 1993 wurde Wilfried Neuber zum Vereinsvorsitzenden gewählt; bereits vorher fand der erste Hilfstransport in die Ukraine statt. Schon ein wenig wehmütig philosophierten die Vereinsmitglieder über all die Aktivitäten dieser 22 gemeinsamen Jahre, in denen wirkungsvoll geholfen werden konnte. Allen voran ging dabei der Vorsitzende, jetzt Altbürgermeister und Ehrenbürger, Wilfried Neuber, der auch viel "Herzblut" in die Ukrainehilfe investierte und neben der Organisation von Hilfstransporten auch viele Aufenthalte von Kindern im damaligen AWO-Heim Obermurach, aber auch den Besuch ranghohen Gäste aus der Ukraine in Oberviechtach möglich gemacht hat. Bei einem seiner "runden" Geburtstage hatte Neuber statt Geschenke um Spenden für die Ukrainehilfe gebeten.

Tausende von Euro konnten in die gute Sache investiert werden. Kindern wurde durch kostenlose Operationen in Deutschland wieder Freude am Leben vermittelt; Hilfslieferungen gingen an Obdachlosenheime, Waisen- und Krankenhäuser. Die Patenschaft der 250 000-Einwohnerstadt Rivne mit Oberviechtach wurde gepflegt und bei jeder Fahrt der Soldatenfriedhof in Broniki mit den deutschen Soldatengräbern besucht. Da bei der Jahreshauptversammlung am 5. November die Auflösung beschlossen wurde und bei der ersten Auflösungsversammlung die erforderliche Anzahl von vier Fünftel der Mitglieder nicht anwesend war, konnte die Auflösung nun vollzogen werden.

Noch etwas Geld da


Die Teilnehmer, darunter mit Wilfried Neuber, Wilhelm Sarnes, Sigrid Breitschafter, Gisela und Johann Fleißer, Rita Fütterer, Günther Zithier und Willibald Wirnshofer acht Gründungsmitglieder, sprachen sich einstimmig für die Vereinsauflösung aus und beauftragten Gisela Fleißer als Liquiditations-Beauftragte mit der formalen Auflösung. Vom noch vorhandenen Vereinsvermögen von 1086,74 Euro werden dem Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine in Bayern" 500 Euro als Unterstützung für die nächste Hilfslieferung zur Verfügung gestellt. Es werden die noch anfallenden "Auflösungskosten" bezahlt und was übrig bleibt, wird der Arbeiterwohlfahrt zur Verfügung gestellt, da dieser Verein auch in der AWO seine Wurzeln hatte.

Abschließend dankte Neuber allen, die mitgearbeitet haben und appellierte an die Mitglieder, sich im Verein "Humanitäre Hilfe für die Ukraine in Bayern" für die gute Sache auch weiterhin einzubringen.
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