vier Caritas-Sozialstationen seit 1. Januar auf eigenen Beinen
Geschäftsstelle geschlossen

Mitglieder des Vorstandsteams der Caritas-Sozialstation Oberviechtach sprachen am Freitag die Details mit Pflegedienstleiterin Ilona Rösch (rechts) ab: Vorsitzender Hubert Ruml (Zweiter von links), Stellvertreter Pfarrer Herbert Rösl (links) sowie Dekan Alfons Kaufmann und Christa Dobmeier. Bild: Portner
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Oberviechtach
12.01.2016
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Oberviechtach/Nittenau. Seit 1. Januar 2016 stehen die vier Caritas-Sozialstationen Oberviechtach, Nittenau, Burglengenfeld und Neunburg auf eigenen Beinen - und rücken dabei wieder näher an den Caritasverband der Diözese Regensburg. Für die Patienten der häuslichen Pflege und bei den Zusatzdiensten ändert sich nichts - langfristig soll das neue Modell aber Vorteile für alle bringen.

Loser Verbund bleibt


Seit einiger Zeit laufen bei den vier Caritas-Sozialstationen (CSS) Bestrebungen, die gemeinsame Geschäftsstelle in Nittenau aufzulösen und "Ballast abzuwerfen". Dies wurde zum 1. Januar 2016 vollzogen und die Geschäftsbereiche auf die Sozialstationen verteilt. Diese bilden weiterhin einen losen Zweckverband, der auf allen Gebieten zusammenarbeitet. Für die CSS Oberviechtach hatte Vorsitzender Hubert Ruml zu einem Pressegespräch in die Geschäftsräume der Nunzenrieder Straße eingeladen. Anwesend war auch Pflegedienstleiterin Ilona Rösch. "Es läuft gut", bewertete der Vorsitzende die neue Situation. Er freute sich besonders darüber, dass trotz Umstrukturierung alle an einem Strang ziehen.

Ein Vorteil für alle


Die Weichen zur Schließung der Geschäftsstelle wurden in vielen Gesprächen gestellt, wobei sich die Vorsitzenden der vier Stationen auch weiterhin treffen werden, um im losen Verbund gemeinsame Entscheidungen zu treffen. Die wirtschaftliche Beratung bei der Altenpflege und den Geschäftsbetrieb übernahm der Caritasverband für die Diözese Regensburg unter der Leitung von Geschäftsführer Georg Forster. Die beiden Sozialpädagoginnen sowie auch Geschäftsführerin wurden gekündigt.

Die Caritas-Sozialstation (CSS) Oberviechtach wird von einer elfköpfigen, ehrenamtlich tätigen Vorstandschaft mit den Kirchenvertretern Dekan Alfons Kaufmann und Pfarrer Wolfgang Dietz (Schönsee) geführt. Die Spitze bildet seit drei Jahren der erste Vorsitzende Hubert Ruml und sein Stellvertreter Pfarrer Herbert Rösl (Teunz). Die Caritas-Sozialstation Oberviechtach beschäftigt derzeit 31 Frauen in Pflege und Verwaltung, darunter auch zwei Auszubildende als Altenpflegerin sowie einen Hausmeister und vier Ehrenamtliche für die Betreuungsgruppe. Pflegedienstleiterin Ilona Rösch, die mit ihrer Vertreterin Ingrid Pauli weiterhin für eine optimale Versorgung der anvertrauten Patienten zuständig ist, informierte über die aktuelle Situation.

Mit derzeit 120 Patienten (Behandlungs- und Grundpflege) liege man gut im Rennen, wobei im Dezember sehr viele Verhinderungspflegen und Betreuungsleistungen erbracht wurden. Jeden Dienstagnachmittag trifft sich die Betreuungsgruppe im Pfarrheim, wobei mit zwölf Teilnehmern, überwiegend Demenzkranke, das Maximum erreicht sei. Die Krankenpflegevereine (KPV) im Einzugsbereich bezuschussten im Dezember 24 Personen, bei denen das Pflegegeld nicht ausreichte. Nichts ändert sich auch beim Angebot "Essen auf Rädern", welches derzeit rund 25 Personen in Anspruch nehmen. Beim "Betreuten Wohnen" liegt der Schwerpunkt der Klienten mit hauswirtschaftlicher Versorgung im Schönseer Bereich. Die Hospizinitiative wird künftig in Nittenau angesiedelt, wobei das Büro in Oberviechtach für Sprechzeiten bleibt.

Pfarrer Herbert Rösl, der als stellvertretender Vorsitzender in die Vorgespräche eingebunden war, bekräftigte: "Die Caritas-Sozialstation hält jetzt die Fäden besser in der Hand. Das ist wichtig für eine gute Erfolgskontrolle und auch dann, wenn es darum geht, schnell zu reagieren. Es ist ein Vorteil für alle!" Auch Dekan Alfons Kaufmann sieht die Umstrukturierung sehr positiv. Vorsitzender Hubert Ruml sprach den Beschäftigten ein Lob für die gute Zusammenarbeit aus. Er betonte, dass die wirtschaftliche Beratung durch den Caritasverband kostenlos ist: "Das ist ein Gewinn für uns, denn das sind sehr kompetente Fachleute!"
Die Caritas-Sozialstation Oberviechtach hält jetzt die Fäden besser in der Hand. Das ist wichtig für eine gute Erfolgskontrolle und auch dann, wenn es darum geht, schnell zu reagieren. Es ist ein Vorteil für alle.Pfarrer Herbert Rösl, 2. Vorsitzender


RückblickIm Jahr 1993 trennten sich die vier Stationen Neunburg, Burglengenfeld, Nittenau und Oberviechtach - unter der damaligen Geschäftsführung von Wilhelm Nees - vom Diözesan-Caritasverband und firmieren seither unter der "Geschäftsstelle der Caritas-Sozialstationen". Diese war zunächst in Schwandorf und später in Nittenau angesiedelt. (ptr)
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