Von offener Ganztagsschule bis zum lernen mit Rhythmus
Doktor-Eisenbarth-Schule informiert über Unterrichtsmodelle

In der Sofaecke der Offenen Ganztagsschule können die Schüler entspannen, um anschließend fit für die Hausaufgaben zu sein. Im Sommer ist der Innenhof mit Sitz- und Liegeflächen ein beliebter Rückzugsort.
Vermischtes
Oberviechtach
02.03.2016
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Das Personal in der Mensa ist gerüstet für den Ansturm der hungrigen Kinder.

Sitzecke und Kickerkasten haben längst Einzug in die Schule gehalten. Wann und wie gelernt wird, dafür hält auch die Doktor-Eisenbarth-Schule unterschiedliche Modelle parat. Sogar Hunde haben darin Platz.

Zu einem Informationsabend über die Ganztagsschule an der Doktor-Eisenbarth-Schule (DESO) empfing Rektor Rudolf Teplitzky in der Mensa Eltern sowie Lehrer und Erzieherinnen. Die DESO, so stellte der Schulleiter fest, sei nicht nur in ihrem äußeren Erscheinungsbild eine ansprechende Schule. Mit Ganztagsschule, gebunden und offen, sowie mit verlängerter Mittagsbetreuung würden alle Vorgaben für modernes Schulleben umgesetzt. So soll eine breite allgemeine Bildung erreicht werden, welche die Grundlage bildet für weitere Schulsysteme oder den Beruf.

Mehr Lehrerstunden


Grundlegende Kompetenzen sollen durch die Ganztagsbetreuung gefördert werden, ebenso die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung beim Lernen. Teplitzky bezeichnete die Ganztagsschule an der DESO als Lebens- und Arbeitsraum, in dem Wert gelegt wird auf optimale Schulqualität und positives Lernklima. Fächerverbindendes Lernen und handlungsorientierter Unterricht hätten einen besonderen Stellenwert. Pro Ganztagsklasse stünden wöchentlich zwölf Lehrerstunden mehr zur Verfügung, die für individuelle Förderung der Schüler genutzt werden. Zusammenfassend lasse sich feststellen, dass Schüler durch die Ganztagsschule das Lernen lernen, soziale Kompetenzen erwerben, die sinnvolle Gestaltung von Freizeit vermittelt bekommen sowie Gemeinschaft erfahren. Beim Aufnahmeverfahren können Eltern einen entsprechenden Antrag stellen, der vom Schulleiter genehmigt wird.

Carola Wittek, die als Erzieherin die Mittagsbetreuung bis 14 Uhr übernimmt, berichtete von Beschäftigungsmöglichkeiten in dieser freien Zeit. Brett- und Kartenspiele, Bälle, Pedalos und Kickerkasten stehen den Schülern zur Verfügung, ebenso Tee und Wasser aus dem schuleigenen Wasserspender. Die Offene Ganztagsschule, die mit der verlängerten Mittagsbetreuung kombiniert ist, wird von Erzieherin Tanja Fleißer geleitet. Ein pädagogisch ausgebildetes Team betreut die Kinder aus den Klassen eins bis zehn ab 12.10 Uhr bis maximal 16.30 Uhr von Montag bis Donnerstag, im Bedarfsfall auch an Freitag. Lesen, Spielen, Basteln und die Erledigung der Hausaufgaben stehen neben dem gemeinsamen Essen in der Mensa auf dem Plan. Ein mit Sitz- und Liegeflächen ausgestatteter Innenhof ist besonders im Sommer begehrter Spielplatz.

Einen Einblick in den Tagesablauf einer Gebundenen Ganztagsklasse gab Lehrerin Anita Mayer. Da die Kernfächer über den ganzen Tag verteilt sind, erhalten die Schüler genügend Rhythmisierung und fühlen sich nicht überfordert. Durch zusätzliche Lehrerstunden können Schüler gezielt in ihren Problemen gefördert werden, was sich positiv auswirkt und die Leistungen verbessert. Die Mittagspause, die von Tutoren aus höheren Klassen übernommen wird, wird ebenfalls durch Spiele und sportliche Tätigkeiten gestaltet. Nachmittags werden verschiedene Aktionen wie Tischtennis und Gitarre angeboten, aber auch "Hunde-Therapie" mit "Einstein".

Zwei Projekte


Lehrer Gerhard Kühner berichtete von zwei Projekten, die von Ganztagsklassen der Mittelschule angeboten werden. Im Tschechischunterricht mit Mirka Sebestová gab es Fahrten zur Partnerschule in Pobežovice (Ronsperg) sowie nach Domažlice (Taus) auf den Ostermarkt. Die Stadt Pilsen wurde erkundet, ebenso ein Erlebnisbauernhof. In Planung befindet sich der Aufenthalt mit den tschechischen Partnerklassen in einer Jugendherberge des Nachbarlandes. Das zweite vorgestellte Projekt umfasst die Kooperation mit den Oberviechtacher Werkstätten. Ab April besuchen Ganztagsschüler jeweils einmal pro Woche die Einrichtung, essen zusammen mit den dort Beschäftigten zu Mittag und gehen dann an ihre Schnupper-Arbeitsplätze. Als Höhepunkt wird gemeinsam ein Maibaum aufgestellt.

Tobias Gillitzer, der das Mittagessen für die Ganztagsschüler zubereitet, betonte, dass regionale Produkte verwendet werden und täglich frisch gekocht wird. Schließlich erläuterte Lehrer Norbert Friedrich die Bestellung des Mittagsessens, die bequem per Computer online ausgeführt werden kann. Mit Häppchen vom Schul-Caterer wurde der Abend beendet.
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