Weltrekordler steht jetzt in Lukahammer
Ein Zuhause für den Rekord-Krug

Vermischtes
Oberviechtach
23.09.2015
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Die Dorfgemeinschaft Eigelsberg bei Oberviechtach baute in den Jahren 2001 bis 2002 einen Holzbierkrug von überdimensionaler Größe nach dem Vorbild der seit 1980 in einer Eigelsberger Werkstätte gefertigten Halbliter- und Literkrüge.

Dieses außergewöhnlich große Trinkgefäß hat bei geschlossenem Deckel eine Gesamthöhe von 3,80 Meter, bei aufgeklapptem Deckel 4,50 Meter, und verfügt über einen Außendurchmesser von ca. zwei Metern bei einem Leergewicht von 1650 Kilo. Das Fassungsvolumen liegt bei 4718 Litern, die Bauzeit betrug stolze 700 Arbeitsstunden.

Die Außenflächen sind auf 14 Quadratmetern mit bayerischen Motiven bemalt - beginnend mit dem bayerischen Staatswappen an der dominierenden Bildfläche, verbunden mit einem Porträt der bayerischen Landeshauptstadt München.

Linkerseits führt der Weg vorbei an der Bavaria, der Schutzfrau Bayerns, hin zur Oberpfälzer Bezirkshauptstadt Regensburg mit dem Wappen des Regierungsbezirks Oberpfalz.

Über die Steinerne Brücke verläuft der Rundweg hinein in den Oberpfälzer Wald mit seiner steinreichen Landschaft der "Steinpfalz" direkt zum Porträt der Stadt Oberviechtach mit der Fichte im Wappen.

Weiter verläuft der Blickwinkel über die Darstellung zweier frohgelaunter Menschen, welche die Fröhlichkeit und die Lieblichkeit des Bayerischen Volkes verkörpern. Mit Motiven des Maibaumschmucks im schmucken Dorf Eigelsberg, welche das Leben und Arbeiten in früherer Zeit darstellen, mündet der Rundgang wieder ins zentrale Bayernland. Die Deckelinnenseite zieren zwei Braumeister bei einer sehr ungleichen Bierprobe.

Der erste Kontakt mit Antragstellung um Eintrag in das Guinnessbuch der Rekorde fand im Dezember 2000 statt. Ausgestellt wurde die Urkunde "Größter Bierkrug der Welt" im Juli 2004.

Seitdem steht er zur Besichtigung und als Fotomodell der Bevölkerung, besonders auch den Feriengästen, zur Verfügung. Die enorme Höhe des Kruges verursachte allerdings bei der Lagerung immer wieder Probleme. Jetzt hat der Krug aber im Gasthof/Pension Hammerschänke in Lukahammer ein endgültiges Zuhause gefunden. Hier wurde ihm als Heimstatt eine für Besucher frei zugängliche Einhausung errichtet, deren Bau durch die Gewährung von Fördermitteln aus dem LEADER/ELER-Programm ermöglicht wurde. Dieser Standort wird noch ergänzt durch ein Hammermuseum aus hinterlassenen Werkzeugen und Gegenständen der früheren Hammerschmiede.

Im Frühjahr 2016 wird der Krug aber für kurze Zeit auf große Reise gehen: in das Kloster Aldersbach im Passauer Land. Aufgrund einer Einladung vom Haus der Bayerischen Geschichte wird der Bierkrug bei der Bayerischen Landesausstellung mit dem Thema "Bier in Bayern" dabei sein.
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