"Wetteraner" treffen sich in der Grenzlandkaserne
Militärische Heimat fürs Leben

Der ehemalige Bataillonskommandeur, Brigadegeneral a. D. Eberhard Wetter (Mitte) kann stolz auf diese Kameraden und ihre Ehefrauen sein. Für diese gilt Oberviechtach als "eine Heimat für immer". Bild: frd
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Oberviechtach
18.09.2016
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General Eberhard Wetter ist stolz auf seine treuen Offiziere. Sie halten sich an ein 45 Jahre altes Versprechen aus der Zeit, als sie unter seinem Kommando in der Grenzlandkaserne gedient haben. Entstanden ist daraus eine militärische Heimat auf Lebenszeit.

45 Jahre ist es schon her, dass die Offiziere des Panzergrenadierbataillons 122 in der Zeit von 1970 bis 1972 unter ihrem damaligen Kommandeur, dem späteren Brigadegeneral Eberhard Wetter, gedient haben. Sie haben sich damals versprochen, sich jedes Jahr einmal in Oberviechtach zu treffen. Doch so gerne die "Wetteraner" nach Oberviechtach kommen, immer wieder ist auch ein wenig Wehmut dabei, denn fast bei jedem Treffen müssen sie den Tod eines Kameraden oder einer Offiziersgattin zur Kenntnis nehmen.

Am Wochenende stand das 42. "Wettertreffen", benannt nach ihrem damaligen Kommandeur Eberhard Wetter und organisiert vom ehemaligen S 3-Stabsoffizier Oberstleutnant a. D. Franz Herbst an. Bereits am frühen Freitagabend stand, militärisch knapp ausgedrückt "die Anreise und das Beziehen der Unterkunft in eigener Zuständigkeit" an. Am Abend traf sich die Gruppe im Landgasthof "Taverne" in Lind. Die Wiedersehensfreude wurde durch zwei Todesfälle etwas getrübt. Denn erstmals waren Irene von Krieglstein und der ehemalige Fernmeldeoffizier Hauptmann a. D. Heinrich Blau nicht mehr dabei.

Nach einem guten Frühstück trafen sich die Offiziere der 70er Jahre am Samstag im Offiziersheim der Grenzlandkaserne, wo ihnen Oberstleutnant a.D. Franz Herbst die "Geschichte des Nordgaus, die Oberpfalz als Teil Altbayerns" mit einem Streifzug durch die Historie näherbrachte. Nach dem obligatorischen Fototermin und dem gemeinsamen Mittagessen in der "Hammerschänke" in Lukahammer, konnte am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen relaxt werden.

Am Abend stand der Kameradschaftsabend auf dem Programm. Dazu begrüßte der jetzige "Hausherr" der Grenzlandkaserne, Bataillonskommandeur Oberstleutnant Christoph Huber, die "Wetteraner" und stellte fest, dass es wohl einmalig in der gesamten Bundeswehr sein dürfte, dass sich Offiziere Jahrzehnten nach ihrer Dienstzeit und ihrer Pensionierung - einige von ihnen haben den 80er schon überschritten - jedes Jahr treffen. Sie gäben damit dem Wort "Kameradschaft" eine besondere Prägung. Dies unterstrich auch Bürgermeister Heinz Weigl, als er den Zusammenhalt über Jahrzehnte hinweg lobte und als eine Besonderheit der Garnisonsstadt Oberviechtach herausstellte. Am Sonntagmorgen trafen sich alle nochmals in Lind zur Verabschiedung, in der Hoffnung, dass sich alle im nächsten Jahr gesund wiedersehen.
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