Glänzender Auftritt
Fotoausstellung über Goldene Straße eröffnet

Rainer Christoph, Vorsitzender des Fördervereins Goldene Straße (links), erläuterte auf der Vernissage geschichtliche Hintergründe zu den Bildern. Bilder: bey (2)
Kultur
Parkstein
26.02.2016
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93 Kilometer führte einst die Goldene Straße als eine der wichtigsten Handelsverbindungen des Mittelalters durch die Oberpfalz. Ihre Bedeutung lässt eine Fotoausstellung im Steinstadel erahnen.

Im vergangenen Jahr begaben sich der Fotograf Thomas Straub und der gebürtige Weidener Martin Fraas für das Magazin "Servus in die Stadt & Land" auf eine mehrtägige Reise in die Vergangenheit. Mit Ausdauer und geschultem Blick entdeckten sie in vier Tagen eindrucksvolle Motive entlang der Straße. Sie begegneten dabei Menschen in besonderen Momenten, die sie bildmäßig festhielten. Das Ergebnis kann sich nun sehen lassen.

Liebeserklärung


Christiane Rauner, stellvertretende Chefredakteurin des "Servus"-Magazins lobte die Ausstellung als großartigen Erfolg. In vorausgegangenen Ausstellungen seien die Besucher von den großformatigen Bildern begeistert gewesen. Jedes Bild sei eine Liebeserklärung an die Oberpfalz, erzähle Geschichten von Menschen am Rande der Straße und solle zum Stolz der Menschen auf ihre Heimat beitragen. "Servus in Stadt & Land" sei bemüht, durch längeres und genaueres Hinschauen bei diesen Reportagen die kleinen Wunder und Schönheiten direkt vor der Haustür zu entdecken. Fotograf Thomas Straub und Autor Martin Fraas sei dies bei ihrem Bericht über die Goldene Straße bestens gelungen, lobte Rauner.

Rainer Christoph, Vorsitzender des Fördervereins Goldene Straße, berichtete, dass diese Verkehrsverbindung mit dem 700. Geburtstag von Kaiser Karl IV. in den Fokus rücke. Mit zwei Landesausstellungen werde ein Kaiser geehrt, der in der nördlichen Oberpfalz vielfältige Spuren hinterlassen habe.

Dazu gehöre besonders die Goldene Straße. Im Rahmen der Landesausstellungen könne auch das Jubiläum der Goldenen Straße gefeiert werden, die am 1. Januar 2017 schon 650 Jahre alt wird. Am 1. Januar 1367 bekundete Karl im unterfränkischen Heidingsfeld, dass tschechische Könige diesen Weg nehmen müssen. Ausführlich schilderte Christoph die Entwicklung der Straße zu einem der bedeutendsten Handelswege durch Europa.

Spurensuche in der Heimat


Die Ausstellung im Steinstadel nannte er angesichts des gebürtigen Weideners Fraas das "Resultat einer Spurensuche in der alten Heimat". Die Bilder selbst seien Dank ihrer Qualität ein Genuss. In Einmaligkeit zeigen die Bilder aneinandergereiht Menschen entlang der Straße, Landschaften, Berufe wie Fischer oder fast vergessene Gebäude. Die "Zupfer-Moidl" im "Servus"-Magazin noch im Bild zu sehen, begleiteten diesmal live zusammen mit Gerhard Reber die Ausstellungseröffnung.
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